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Kino: AVATAR (2009)

Donnerstag, 24. Dezember 2009 0:52

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Vergessen wir die schon fast zum Mythos mutierte und breitgetretene Genesis von James Camerons propagierten Jahrzehntsfilm, vergessen wir den exaltierten Hype um den von vielen Seiten angepriesenen Überfilm, der durch den Einsatz neu entwickelter 3D-Kameras das Kino revolutionieren soll. Konzentrieren wir uns anstatt dessen auf das, was es zu besprechen gilt: Avatar, James Camerons erster Teil seiner (wahrscheinlichen) Science-Fiction-Trilogie.

Der griechischen Mythologie zufolge bricht mit dem Öffnen der Büchse der Pan- dora, der von Hephaistos auf Zeus Geheiß geschaffenen Frau, deren Erschaffung die Menschheit als Strafe für das von Prometheus gestohlene Feuer verstehen soll, alles “Schlechte” und Unheilvolle über die einst trostvolle Erde ein. Auch in Avatar wird die Unberührtheit und der Einklang, das Gleichgewicht und der Frieden mit sich selbst und der Natur ge- und zerstört. Es kommt also nicht von ungefähr, wenn James Cameron mit ungeschickter Holzhammersymbolik den Planeten der Na´vi (dreimetergroße, schlumpffarbene humanoide Eingeborene), der von den Menschen aus kapitalistischen und kolonialistischen Gründen annektiert wird, um an dessen unschätzbare Ressourcen zu gelangen, Pandora nennt, ein erdähnlicher Himmelskörper, dessen atemberaubende Flora fluoreszierende Blumen, riesige Mammutbäume, schwebende Gesteinsfelsen und einen mit einem biologisch-chemischen Netzwerk versehenen Dschungel bestaunen lässt. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (17) | Autor: Anthony

Blu-ray: STAR TREK (2009)

Dienstag, 3. November 2009 19:26

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Unter den so genannten „Trekkies“  wird „Star Trek“ und alles, was dieser von Gene Roddenberry geschaffene Mikrokosmos hergibt, ergo: Serien, Filme, Bücher et cetera, wie eine Religion zelebriert und behandelt. Selbst eine eigene Sprache mit eigener Schrift, das so genannte „Klingonisch“, entspringt der Serie und ihren Spin-Offs und wird von den Anhängern, und die gibt es zahlreich, kontinuierlich weiterentwickelt. Diese über Jahrzehnte anhaltende Fan-Euphorie versteht sich als Ursache für eine stetige Erweiterung des „Star Trek“-Universums, das mittlerweile aufgrund der vielen Serienableger und über zehn Kinofilmen für Nicht-Kenner, zu denen ich gehöre, nur schwer nachzuvollziehen ist. Ganz zu schweigen von den inhaltlichen und chronologischen Zusammenhängen zwischen den jeweiligen Serien und Leinwandabenteuern. An dieser inhaltlichen Kontinuität mag der zehnte Kinoausflug Star Trek Nemesis unter anderem gescheitert sein. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (6) | Autor: Anthony