Review: DAYBREAKERS (2009)
Freitag, 30. Juli 2010 16:52

Das noir-futuristische Ambiente ist düster und unterkühlt, die Bauten aseptisch und kalt. Ausgewaschene Bilder, neutrale Farben, ausdruckslose Gesichter: eine unangenehme Atmosphäre ist das. Das Gefühl aber wird stärker, das alles schon zu kennen, irgendwann, irgendwo in irgendeinem Film schon einmal gesehen zu haben. Dann beginnt der Film seine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über Vampire, die Menschen züchten, um ihren Blutdurst zu stillen, Vampire, die, wenn sie ihren Blutdurst nicht stillen, sich sukzessive in Blutsaugende Bestien verwandeln. Hier kämpfen, und das ist vielleicht das originelle in einem Subgenre, das sich selten neu erfindet, Vampire gegen Vampire gegen Menschen und vice versa. Mit der Beschwörung einer Blutsauger-Mythologie hat das, glücklicherweise, aber nichts zu tun. Das nämlich kennen wir, das haben wir gesehen und vielleicht sogar gelesen. Vielmehr erschafft der Film ein interessantes Zukunftsszenario: Wir befinden uns im Jahr 2019. Der Großteil der Menschheit hat sich, wieso auch immer, in Vampire verwandelt. Weil die Menschen und damit die Blutreserven knapp werden, versuchen ein von Blutsaugern geführter Konzern (der Kapitalismus überlebt selbst den Vampirismus) und der misanthropische Vampir und Hämatologe Edward Dalton (Ethan Hawke) einen artifiziellen Blutersatz zu entwickeln. Insgeheim forscht Dalton, der sich auf die Seite der letzten sich zur Wehr setzenden Menschen stellt, allerdings nach einem Heilmittel. [...]
Thema: Filmkritiken | Kommentare (4) | Autor: Anthony




