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Blu-ray: REVOLUTIONARY ROAD (2008)

Montag, 1. Juni 2009 17:43

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Dieser Beitrag enthält Spoiler!

Es vergehen nur wenige Filmminuten, in denen sich Frank (Leonardo DiCaprio)  und April (Kate Winslet) auf einer ausgelassenen Feier kennen lernen, miteinander flirten und Schnitt, zusammen mit ihren beiden Kindern ein Haus in einer dieser typisch amerikanischen Vorstädte beziehen. In der Revolutionary Road wollen Sie sich verbessern. Ein einzigartiges Leben für eine einzigartige Liebe führen, was in den konservativen Gesellschaftsstrukturen der 1950er Jahre nur schwer zu realisieren ist. Individualität und das Verwirklichen eigener Träume bringt sich seinerzeit kaum in Einklang. Das perfekte Leben nach außen hin widerspiegelt keinesfalls die Sehnsüchte von Frank und April Wheeler, die schnell bemerken, dass das Gründen einer Familie und der Umzug in eine angesehenere Wohngegend nur kurzfristig für Harmonie sorgt. Sukzessive zerfällt das Bild der heilen Welt: Frank, der mit einer Sekretärin schläft, um Bestätigung zu erhalten, kämpft mit der Anonymität der Arbeitswelt, dass er nur einer von vielen ist, unbemerkt und “leise”, wie sein Vater; April konnte den Wunsch einer großen Schauspielerin nie verwirklichen, sie will und kann nicht eine dieser uneman- zipierten Hausfrauen spielen. Um aus dem Suburb-Käfig auszubrechen, schlägt April vor, die Koffer zu packen und nach Paris auszuwandern. Die unsichtbaren Ketten von sich zu reißen. Frank ist von der Idee nach anfänglicher Skepsis begeistert, stößt allerdings schnell auf misstrauische Blicke, als er seinen Kollegen von den Familienplänen erzählt. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (7) | Autor: Kaiser_Soze

Kino: Wall·E (2008)

Sonntag, 12. Oktober 2008 16:40

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Mit ihrem neunten computeranimierten Kinostreich überschreitet Pixar erstmals die Grenzen und Konventionen des reinen Unterhaltungsfilms. Zumindest in der ersten Filmhälfte kehrt er zurück zu den Wurzeln des Stummfilmkinos - ist er als Rückbesinnung einer alten Kinosprache zu verstehen, die ihren Dialog, ihre Emotionen ihren Bildern entnimmt - ehe er offenkundig Zugeständnisse an sein Zielpublikum richtet. Und mehr noch: Wall·E transzendiert auch inhaltlich, kon- frontiert er sein Publikum doch mit gesellschafts- und sozialkritischen Aspekten, die sich - wie “die Form des reinen Kinos” - allerdings ebenso der Erwartungs- haltung der Zuschauer beugt. Und dennoch, trotz aller Zugeständnisse an das Unterhaltungskino und an das Mainstreampublikum, ist Wall·E der bis dato erwachsenste Animationsstreifen aus der Pixar-Schmiede. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze