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Blu-ray: TRANSFORMERS: THE REVENGE…

Dienstag, 10. November 2009 19:13

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… of the Fallen (2009)

Gott sei Dank, dass es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt. Wie sonst nur würde die Filmwelt ohne die altruistischen Helden aus dem Westen auskommen? Meteoriten hätten die Erde geflutet, Aliens die Welt zerstört und mutierte Monster New York verwüstet. Laut Michael Bay, Tony Scott und Roland Emmerich scheinen nur die USA im Stande zu sein, die Erde und ihre Bevölkerung vor Umweltkatastrophen, gefährlichen Terroristen, außerirdischen Invasionen und monströsen Tiermutationen zu bewahren. Mit dem Untergang Amerikas also würde gleichbedeutend die eschatologische Zeitrechnung und somit das Jüngste Gericht näher rücken. Wenn sich auf der Erde also zwei verfeindete transformierende Metall-Alienrassen, so genannte Transformers, einen erbitterten Todeskampf um den Allspark-Würfel – ein klassischer MacGuffin – liefern, dann schwört der Homo Sapiens nicht auf göttliche Intervention, sondern auf US-amerikanische Streitkräfte. Die Koalition zwischen Militär und den Autobots, den guten Transformers, funktioniert. In Michael Bays Fortsetzung des Spielzeug-Actionkrachers wird diese geheim gehaltene Kollaboration zum Wohl aller Menschen aufrechterhalten. Kein inhaltlicher Zufall, gewiss nicht. Denn kurze Zeit später greifen die Deceptions, die bösen Transformers, die Erde an. Und es kommt, ein weiteres Mal, zur eruptiven Materialschlacht, die diesmal nicht zwischen den Häuserschluchten New Yorks, sondern auf ägyptischem Boden ausgetragen wird. Wieso die Deceptions erneut die Erde besuchen und zerstören wollen, ist so unerheblich wie schon zuvor. Es geht um state of the art, um visuelle Spielereien und um die Darstellung technischer Möglichkeiten. Das sekundenschnelle Transformieren vom Vehikel zum übermenschlichen Metallroboter sieht erstaunlich cool aus und wirkt nach dem x-ten Mal dennoch repetitiv. Das kann selbst die überheiße Megan Fox nicht kompensieren, die im Sequel die Freundin von Shia LaBeoufs Sam spielt. Der muss übrigens mal wieder die Welt retten. Kennen wir doch schon. Ohnehin sind die Unterschiede zwischen dem Vorgänger und seiner Fortsetzung schwindend gering. Bays Ambitionen und Intentionen bleiben dieselben. Surprise! Wie nicht anders zu erwarten, bleibt alles beim Alten in „Bay City“.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (11) | Autor: Anthony

Blu-ray: DISTURBIA (2007)

Samstag, 13. Juni 2009 23:16

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Daniel John Carusos´ Teenie-Thriller Disturbia (ein Kofferwort, bestehend aus “disturbing” für beunruhigend und “suburbia” für Vorstadt) ist ein modernes Quasi-Remake von Alfred Hitchcocks Rear Window. Wo einst James Stewart einen durch einen Unfall beeinträchtigten und kurzfristig am Rollstuhl “gefesselten” Pressephotographen verkörperte, der aus chronischer Langeweile durch sein Apartmentfenster dem regen Treiben des Nachbarschaftsleben folgte und dabei einige verdächtige Beobachtungen machte, erkundschaftet in Carusos Genre-Mix der Youngstar Shia LaBeouf als Teenager Kale – aufgrund einer Gerichtsentscheidung mit einer Fußfessel und Hausarrest bestraft – die aus seinem Fenster auszumachenden Nachbarhäuser. Er “spioniert” nicht nur der frisch eingezogenen und attraktiven Ashley nach, zu der er sich vom ersten Moment an hingezogen fühlt, sondern auch seinem introvertiertem, etwas seltsamen Nachbarn Robert Turner (brillant: David Morse), der auf die Beschreibung eines gesuchten Frauenmörders passt. Mit neuester 2.0-Technik lauern Kale, sein bester Freund Ronnie und seine Neu-Bekanntschaft Ashley dem verdächtigen Nachbarn auf, um die vage Behauptung zu bestätigen. Und weil wir es hier mit einem klischeehaften, aber durchaus netten, kurzweiligen und mit künstlicher Spannung aufgeladenen Teenie-Thriller zu tun haben, wird aus dem ruhigen Vorstadtgeplänkel mit andauernder Spiellaufzeit ein Kampf um Leben und Tod. Im Gegensatz zu Hitchcocks Rear Window verschreibt sich Carusos´ Disturbia mehr der Mischung aus Familiendrama, Teenie-Romanze à la The Girl next Door, Komödie und Thriller als dem heimlichen Voyeurismus, den sein “Klassiker-Vorbild” unter anderem behandelt. Und weil hier ohnehin mainstreamsche Zugeständnisse ans Publikum gemacht werden und das Zielpublikum eher ein jüngeres ist, pfeifen die Macher geradezu auf subtiles Product Placement. Mit all der Werbung für Apple, Microsoft, Nokia und so weiter und so fort darf Disturbia auch als hundert Minuten Dauerwerbesendung verstanden werden.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (0) | Autor: Anthony