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Filmanalyse: THERE WILL BE BLOOD (2007)

Sonntag, 14. November 2010 12:45

Diese Filmanalyse enthält Spoiler!

Völlig unerwartet, fast wie aus dem Nichts erscheint alle paar Jahre „der“ eine Film. Das kommt derart selten vor, dass es einen, wenn es denn endlich soweit ist, fast umhaut. Die Bedeutung dieser Werke, die der Perfektion so nahe kommen wie kaum ein Film zuvor, und die zu besprechen eine Wohltat ist für jeden Feuilletonisten, lässt sich möglicherweise erst Jahre oder Jahrzehnte später erschließen. Es ist nicht einmal ungewöhnlich, dass diese Filme (erst einmal) schlecht rezipiert werden, dass sie polarisieren und an den Kinokassen floppen. Das populärste Exempel ist diesbezüglich wohl Alfred Hitchcocks „Vertigo“, der, und da spielen außergewöhnliche Umstände eine tragende Rolle, erst drei Jahrzehnte später verstanden und gehuldigt wurde. [...]

Thema: Filmanalysen, Filmkritiken | Kommentare (8) | Autor: Anthony

THERE WILL BE BLOOD: “I´m finished.”

Mittwoch, 7. Juli 2010 19:34

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I´m finished.

- Daniel Day-Lewis alias Daniel Plainview in Paul Thomas Andersons “There Will Be Blood”

Thema: Zitate | Kommentare (2) | Autor: Anthony

Essay: Die cineastischen Nuller-Jahre

Donnerstag, 31. Dezember 2009 0:05

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Es geht schon in Ordnung, wenn “Der Spiegel” die jetzt auslaufende Dekade als “verlorenes Jahrzehnt” bezeichnet. Zumindest in einem gesellschaftspolitischen und kulturhistorischen Sinn mag das durchaus zutreffen. Die Bestandsaufnahme der so genannten “Nuller-Jahre” ist indes in vielerlei Hinsicht kein erfreulicher Anblick und sie beweist, dass der Mensch nicht nur apathisch dabei zusieht, wie er vorsätzlich Fehler begeht, schlimmer noch, er lernt nicht dazu und begeht sie ein weiteres Mal. Die Weltwirtschaftskrise untermauert diese These gleich in mehrfacher Hinsicht. Während die Regierungen und Zentralbanken dieser Welt die geplatzten Finanzblasen zu schließen versuchen, indem sie die Märkte und Börsen mit Finanzspritzen, Konjunkturpaketen und Staatssubventionen versorgen, entsteht das oben beschriebene Paradoxon. Anstatt aus den Fehlern zu lernen, wächst die Gier nach Geld so wie sie zu Beginn der Weltwirtschaftskrise von der Gesellschaft verdammt wurde. Die Banker und Manager, die eigentlich aufgrund ihres Verschuldens die Verlierer der Krise sein sollten, zocken wieder maßlos, spekulieren, und sie werden sich abermals verschätzen. [...]

Thema: Essays | Kommentare (16) | Autor: Anthony