DVD: MY BLOODY VALENTINE 3D (2009)
Dienstag, 13. Oktober 2009 17:58

Schon jetzt lässt sich behaupten, dass das diesjährige Kinojahr das Jahr der 3D- Brille ist. Genreübergreifend wird der - meiner Meinung nach - noch nicht ausge- reifte 3D-Effekt zelebriert und vermarktet. Dass diese Technik fast schon obsolet ist, weil man sie bisher kaum weiterentwickelt hat, um ihr beispielsweise mehr Räumlichkeit oder eine polyvalente Bedeutung zu verleihen, spielt dabei so gut wie keine Rolle. Laut dem britischen „Empire“ wird der 3D-Film erst gegen Ende des Jahres in Form und Gestalt von James Camerons Avatar in Erscheinung treten, der nicht nur mit seiner neu entwickelten 3D-Technik das Kino revo- lutionieren, sondern auch das Publikum vollends überzeugen soll. Ganz und gar nicht überzeugend, weder das dilettantisch inszenierte und oberpeinliche Dreh- buch per se noch der unwirksame, stellenweise lächerliche 3D-Einsatz, der die ohnehin von jedem noch so erdenklichem Horrorfilmklischee überfüllte Handlung zur Staffage verkommen lässt, ist Patrick Lussiers slashig-blutiges Genre-Remake My Bloody Valentine 3D. Unnötig zu erwähnen, dass der Film „zweidimensional“ eine ebenso schlechte Figur macht. Freilich bedient Lussiers Elaborat nahezu jedes berühmt-berüchtigte Horrorklischee – von der exaltierten Teenie-Gejagten, die während der Flucht vor dem Serienmörder stürzt bis hin zum nicht Tod zu kriegenden Killer, der, egal wie weit und wohin man sich verzieht, plötzlich und ohne Vorwarnung wieder auftaucht. Das verkorkste Drehbuch zum Trotz stimmt vor allem Lussiers amateurhaftes Handwerk und die auf TV-Niveau gehaltene Optik sauer.
Achtung: Die der Blu-ray und DVD beiliegenden 3D-Brillen in Kombination mit dem Film verursachen aufgrund schlampigen Technikeinsatzes Kopfschmerzen. Der eklige Grün-Magenta-Stich im Bild stört und die ab und an auf den Zuschauer fliegenden 3D-Slasher-Effekte funktionieren nicht.
Thema: Kurzreviews | Kommentare (4) | Autor: Kaiser_Soze





