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Essay: 3D – Das Kino der Ekstase

Freitag, 2. April 2010 0:02

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Ein technischer Fortschritt bedeutet nicht selten zugleich ein Rückschritt des Kinos. Vor allem das Blockbusterkino, das ohnehin fast ausschließlich darum bemüht ist Oberflächenreize zu generieren, „leidet” qualitativ am meisten unter dieser Entwicklung, oblgeich die blanken Verkaufszahlen eine andere Sprache sprechen. Der immense Erfolg dieses „Genres” kommt nicht von ungefähr. Blockbusterkino ist Mainstream, ist (zumeist) einfaches Kino, das inhaltliche Makel mit „State of the Art”, also mit der höchstentwickelten Computertechnik, zu kompensieren versucht. Die löblichen Einspielergebnisse, könnte man sagen, geben den Mainstream-Filmemachern Recht. Grandiose Effekte, faszinierende Animationen, die Sprengung der visuellen Grenzen, das ist es, was die Massen in die Lichtspielhäuser lockt. Ein Kino für das Auge. Nicht für den Geist. [...]

Thema: Essays | Kommentare (7) | Autor: Anthony

Kino: AVATAR (2009)

Donnerstag, 24. Dezember 2009 0:52

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Vergessen wir die schon fast zum Mythos mutierte und breitgetretene Genesis von James Camerons propagierten Jahrzehntsfilm, vergessen wir den exaltierten Hype um den von vielen Seiten angepriesenen Überfilm, der durch den Einsatz neu entwickelter 3D-Kameras das Kino revolutionieren soll. Konzentrieren wir uns anstatt dessen auf das, was es zu besprechen gilt: Avatar, James Camerons erster Teil seiner (wahrscheinlichen) Science-Fiction-Trilogie.

Der griechischen Mythologie zufolge bricht mit dem Öffnen der Büchse der Pan- dora, der von Hephaistos auf Zeus Geheiß geschaffenen Frau, deren Erschaffung die Menschheit als Strafe für das von Prometheus gestohlene Feuer verstehen soll, alles “Schlechte” und Unheilvolle über die einst trostvolle Erde ein. Auch in Avatar wird die Unberührtheit und der Einklang, das Gleichgewicht und der Frieden mit sich selbst und der Natur ge- und zerstört. Es kommt also nicht von ungefähr, wenn James Cameron mit ungeschickter Holzhammersymbolik den Planeten der Na´vi (dreimetergroße, schlumpffarbene humanoide Eingeborene), der von den Menschen aus kapitalistischen und kolonialistischen Gründen annektiert wird, um an dessen unschätzbare Ressourcen zu gelangen, Pandora nennt, ein erdähnlicher Himmelskörper, dessen atemberaubende Flora fluoreszierende Blumen, riesige Mammutbäume, schwebende Gesteinsfelsen und einen mit einem biologisch-chemischen Netzwerk versehenen Dschungel bestaunen lässt. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (17) | Autor: Anthony