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DVD: AUSTRALIA (2008)

Montag, 3. August 2009 19:14

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Ein Vielfilmer ist Baz Luhrmann wahrlich nicht. In den nun sechzehn Jahren, in de- nen sich der gebürtige Australier zu den Filmregisseuren dieser Welt zählen darf, hat Luhrmann gerade einmal vier Streifen gedreht. Innerhalb von neun Jahren realisierte er seine so genannte „Red Curtain“-Trilogie, deren Filme formal und charakteristisch, nicht jedoch inhaltlich miteinander verbrüdert sind, und die allesamt nur so vor Zitaten und (Selbst-) Referenzen strotzen. Mit Australia, seiner epochalen Geschichtsstunde über den fünften Kontinent vor dem historischen Kontext des Zweiten Weltkriegs und der Bombardierung der australischen Stadt Darwin, zitiert Luhrmann munter weiter, distanziert sich ansonsten weitest- gehend von seinen bisherigen Werken, deren simple, da weit verbreitete Ge- schichten vom klassischen Tanz (Strictly Ballroom), der Verspoesie (Romeo & Juliet) und dem musikalischen Theater (Moulin Rouge!) erzählt, durchzogen und entwi- ckelt werden. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (11) | Autor: Kaiser_Soze

Film der Woche: THE FOUNTAIN

Sonntag, 19. Juli 2009 17:58

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Sonntag, 19.07., 23:55 Uhr, ARD - THE FOUNTAIN

Film ist nicht nur Unterhaltung, Film ist und kann ebenso stilbildende Kunst sein. Kunst, die es zu verstehen gilt. Eine stillvolle Art sich auszudrücken, seinen Gedanken Ausdruck zu verleihen, und das oftmals nur mit der Kraft und Ausdrucksstärke einer bildgewaltigen, audiovisuellen Symbiose. Es ist weniger der ökonomische Aspekt, der hier zum Tragen kommt. Es sind Ambitionen, Inspirationen, Visionen, die hier ver- wirklicht und auf Zelluloid gebannt werden, um Beachtung zu finden, die aus einer einfachen Idee ein Meisterwerk erschaffen. Der Spagat zwischen Kunstfilm und Unterhaltung, zwischen Cinéma und Movies, zwischen Wertschätzung und Ökonomie also, ist dabei nur schwer zu meistern. Einer weniger Filmemacher, der eben jener Herausforderung bis zum Exzess entgegentrat und diese umzusetzen verstand, ist der bereits verstorbene Regieveteran Stanley Kubrick (A Clockwork Orange, Full Metal Jacket), der seinerzeit sein Publikum polarisierte, dessen Intentionen man heutzutage allerdings besser einordnen und nachvollziehen kann, da man sich dem Einfluss und der Bedeutung seiner Werke für die Filmgeschichte bewusst ist. Auch er hatte mit dem Druck der Filmlabels zu kämpfen, auch er musste Kasse machen und mit seinen Filmen Geld verdienen, was ihn allerdings nie von seinem selbstsicheren Schaffen abhielt. In unserer heutigen Zeit, in der Einspielergebnisse von Bedeutung sind, in der man Menschenmassen in die Lichtspielhäuser locken muss und in der die Zukunft eines Regisseurs von seinen (finanziellen) Erfolgen abhängt, finden sich nur wenige Filmemacher, die ihre eigenen Wege gehen, die mit dem Kompromiss leben, nach ihren Wünschen zu inszenieren, die in Hollywood, in der sagenumwobenen “Traum- fabrik”, aber nie Fuß fassen. Und das nicht unbedingt ihrer Handwerklichkeiten wegen. Es geht um Zahlen, um Box Office, um Marketing. Und natürlich geht es um künstlerische Einschränkung, um Massentauglichkeit und den Rückschritt der eigentlichen Möglichkeiten...”

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Thema: TV-Tipps | Kommentare (2) | Autor: Kaiser_Soze