Retro: AUSTIN POWERS…
Dienstag, 22. Juli 2008 17:48

… in Goldmember (2002)
Nicht Vieles hat sich geändert im Powers´schen Agentenuniversum. Denn auch in Teil drei wird klug parodiert und herrlich zitiert, werden alte Muster bedient und so also wenig Neues ausprobiert. Wieso denn auch? Das alte Konzept hat sich bisher doch einwandfrei bewährt. Und ja, es funktioniert auch dieses Mal wieder hervorragend. So stellt man Powers einmal mehr eine bildhübsche Dame an die Seite (diesmal: sexy Beyoncé), schickt man ihn einmal mehr auf eine Zeitreise in die Vergangenheit und lässt ihn einmal mehr gegen seinen Erzfeind Dr. Evil, zu dem er bereits eine Art Hassliebe aufgebaut hat, ankämpfen, der, und das ist vielleicht das Ungewöhnlichste an diesem Sequel, ebenso Unterstützung bekommt - von einem durchgeknallten holländischen Swinger namens Goldmem- ber. Das komplette Gut-gegen-Böse-Spiel zwischen Powers, Evil und Goldmember dient lediglich als Staffage, um dem typischen Wortwitz und den abgedrehten, zitatreichen und selbstironischen Gags eine Plattform zu gewähren. Mike Myers verliert zwar nicht die Handlung aus den Augen, baut sogar einen durchaus komplexen Vater-Sohn-Konflikt in die Geschehnisse mit ein, wiederholt sich allerdings reichlich oft. Es zeigen sich bisweilen noch keine Abnutzungs- erscheinungen, redundant wirkt das Ganze auch nicht, so originell wie seine Vorgänger präsentiert sich dieser Teil allerdings nicht. Und auch kommerzieller, massentauglicher und irgendwie “größer” erscheint sie, diese zu erwartende Fortsetzung, im direkten Vergleich. Bereits das fulminante Intro, vollgestopft mit Selbstzitaten und Cameo-Auftritten, unterstreicht dies geradezu. Trotzdem: Gelungen.
Thema: Kurzreviews | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze





