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Blu-ray: DISTURBIA (2007)

Samstag, 13. Juni 2009 23:16

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Daniel John Carusos´ Teenie-Thriller Disturbia (ein Kofferwort, bestehend aus “disturbing” für beunruhigend und “suburbia” für Vorstadt) ist ein modernes Quasi-Remake von Alfred Hitchcocks Rear Window. Wo einst James Stewart einen durch einen Unfall beeinträchtigten und kurzfristig am Rollstuhl gebundenen Pressephotographen verkörperte, der aus chronischer Langeweile durch sein Apartmentfenster dem regen Treiben des Nachbarschaftsleben folgt und dabei einige verdächtige Beobachtungen macht, erkundschaftet in Carusos Genre-Mix der Youngstar Shia LaBeouf als Teenager Kale - aufgrund einer Gerichtsent- scheidung mit einer Fußfessel und Hausarrest bestraft - die aus seinem Fenster auszumachenden Nachbarhäuser. Er “spioniert” nicht nur der frisch eingezogenen und attraktiven Ashley nach, zu der er sich vom ersten Moment an hingezogen fühlt, sondern auch seinem introvertiertem, etwas seltsamen Nachbarn Robert Turner (brillant: David Morse), der auf die Beschreibung eines gesuchten Frauen- mörders passt. Mit neuester 2.0-Technik lauern Kale, sein bester Freund Ronnie und seine Neu-Bekanntschaft Ashley dem verdächtigen Nachbar auf, um die vage Behauptung zu bestätigen. Und weil wir es hier mit einem klischeehaften, aber durchaus netten, kurzweiligen und mit künstlicher Spannung aufgepushten Teenie-Thriller zu tun haben, wird aus dem ruhigen Vorstadtgeplänkel mit andauernder Spiellaufzeit ein Kampf um Leben und Tod. Im Gegensatz zu Hitchcocks Rear Window verschreibt sich Carusos´ Disturbia mehr der Mischung aus Familiendrama, Teenie-Romanze à la The Girl next Door, Komödie und Thriller als dem heimlichen Voyeurismus, den sein “Klassiker-Vorbild” unter anderem behandelt. Und weil hier ohnehin mainstream´sche Zugeständnisse ans Publikum gemacht werden und das Zielpublikum eher ein jüngeres ist, pfeifen die Macher geradezu auf subtiles Product Placement. Mit all der Werbung für Apple, Microsoft, Nokia und so weiter und so fort darf Disturbia auch als hundert Minuten Dauer- werbesendung verstanden werden.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (0) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: THE MATRIX (1999)

Dienstag, 7. April 2009 0:49

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The Matrix könnte auf einem Roman von Science-Fiction-Autor Philip K. Dick ba- sieren. So sehr ähneln sich die Themen des Films und die Themen, die Dicks literarisches Gesamtwerk durchziehen: Es werden existenzialistische Fragen gestellt, Fragen über die eigene Identität und die eigene Selbstfindung, Fragen über Realität und Scheinwelt, über Glauben und Wissen. Vielleicht ist es Zufall, dass der Film der Wachowski Brüder ein Science-Fictioner ist, also in eben jenem Genre angesiedelt, in dem sich der herausragende Autor Dick zu Lebzeiten wohl fühlte. Vielleicht spielt das letzten Endes auch gar keine Rolle, weil die Wachowski Brüder, die das Skript schrieben und Regie führten, viel mehr wollten, als auf Dicks Werke zu verweisen. Eines steht zumindest fest: Die Einflüsse auf den Film sind groß. Der Einfluss und die Wichtigkeit von The Matrix auf die genreübergreifende Stilisierung und Ästhetisierung nachfolgender Actionsequenzen durch Spezial- effekte auch. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (20) | Autor: Kaiser_Soze