DVD: TALES OF THE BLACK FREIGHTER
Donnerstag, 13. August 2009 14:44

Zack Snyder wird mit seiner für´s Kino konzipierten Comicadaption Alan Moores Graphic Novel-Epos Watchmen nicht wirklich gerecht. Mit seiner Umsetzung untermauerte er sozusagen die jahrelange These, dass das komplexe und stringente Watchmen-Universum unverfilmbar sei. Selbst wenn man wie Snyder den Film auf zweieinhalb Stunden Leinwandlaufzeit ausweitet, bleibt vieles, das Moore und Illustrator Dave Gibbons in den Comic gepackt haben, auf der Strecke. Es sei allerdings zu konstatieren, dass Snyder durchaus darum bemüht ist, nichts auszulassen, er will dem zwölf-kapiteligen Comic so nahe kommen wie nur möglich. Eigentlich hätte er wissen müssen, dass dieser Versuch, sei er noch so selbstlos, in vielerlei Hinsicht scheitern wird, weil die Diskrepanz zwischen Comic und Film, und den damit verbundenen Möglichkeiten eine Geschichte zu vertiefen und auszuweiten, eben immer noch besteht. Und im Falle Watchmen ist dieser signifikante Medien-Unterschied eben deutlich auszumachen. Um Moores Mikro- kosmos näher zu kommen, um den Film plausibler, komplexer und glaubwürdiger zu gestalten und um die oben genannte Medien-Diskrepanz nahezu auszu- merzen, wurden zwei Bonus-Features in Auftrag gegeben, die im Kontext und der Kombination mit dem Kinofilm tatsächlich den Zweck erfüllen, die Lücken, die das Skript der Comicadaption machen musste und so hinterließ, zu schließen. […]
Thema: Filmkritiken | Kommentare (6) | Autor: Kaiser_Soze





