Beitrags-Archiv für die Kategory 'Filmkritiken'

Retro: VINCENT (1982)

Donnerstag, 11. März 2010 21:25

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Vieles, was Tim Burton in seinen 1982 erschienenen Kurzfilm „Vincent“ packte,  wird sich in seinen nachfolgenden Werken wiederholen und selbstreferenzieren. Der gebürtige Kalifornier nämlich gibt mit seinem fast sechsminütigen Puppenfilm - ein gelungener Mix aus Stop-Motion und Zeichentrick – einen Vorgeschmack auf den speziellen Stil und die fantastisch-schräge Bilderwelt eines seltsam-eigenwil- ligen Künstlers. […]

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Kino: ALICE IN WONDERLAND (2010)

Samstag, 6. März 2010 12:46

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Das Kino des Tim Burton ist ein Kino des Fantastischen, des Sonderbaren, des Schrägen, ein Kino, das sich vor allem für die Abtrünnigen, die Außenseiter und die Andersartigen interessiert. Die märchenhaften Geschichten, die es erzählt, erzäh- len immer auch etwas über Burton und das Kino selbst, über die cineastischen und popkulturellen Vorlieben und Erinnerungen eines „seltsamen Jungen“, eines Weirdo, eines Sonderlings, aus dem längst ein gestandener und verheirateter Mann geworden ist. […]

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Kino: SHUTTER ISLAND (2010)

Montag, 1. März 2010 19:19

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Diese Rezension enthält harte Spoiler!

Kaum erklärte man den Zweiten Weltkrieg für beendet, da zeichnete sich schon der nächste global geführte Konflikt, der so genannte Kalte Krieg, ab. Die Gräuel des Weltkriegs und des Holocausts also konnten mitnichten verarbeitet werden. Im Gegenteil. Die entsetzlichen Bilder des Krieges brannten sich in die Köpfe der seelisch verwundeten Kriegsveteranen ein. Die einschneidenden Ereignisse über- stiegen bei vielen intervenierenden Soldaten die psychischen Belastungsgrenzen und lösten komplexe Traumata aus, die seinerzeit nur schwer zu behandeln wa- ren. Vor diesem gesellschafts-politischen und historischen Hintergrund spielt der Psychothriller „Shutter Island“, Martin Scorseses neuer Film. […]

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Review: THE WRESTLER (2008)

Freitag, 5. Februar 2010 20:27

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Diese Review enthält Spoiler!

In den 1980er Jahren war Randy „The Ram“ Robinson (Mickey Rourke) ein gefeier- ter Wrestler. Das ist nun schon zwanzig Jahre her. Von dem einst verehrten Idol und erfolgreichen Publikumsliebling ist seitdem nicht mehr viel übrig geblieben. Heute lebt er in einem schäbigen Trailerpark mit dem white trash Amerikas zusam- men. Mit drittklassigen Schaukämpfen und einem unterbezahlten Nebenjob im Su- permarkt hält er sich über Wasser. Zu seiner einzigen Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood), für die er nie wirklich ein Vater gewesen ist, hat er seit Jahren keinen Kontakt. Die einzige Bezugsperson in seinem Leben ist die ambitionierte Stripperin Cassidy (Marisa Tomei), keine richtige Freundin, eher eine unverbind- liche Gesprächspartnerin. Randy ist einsam, ein emotionales, heruntergekomme- nes Wrack. Ein abgestiegener Jemand. […]

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Review: SYNECDOCHE, NEW YORK (2008)

Freitag, 22. Januar 2010 18:57

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Die Nacherzählung einer Geschichte, die zwischen filmischer Realität, also der Re- produktion der Wirklichkeit, und einer dysfunktionalen, surrealistischen Fantasie- welt pendelt, gestaltet sich zumeist schwierig, weil die Grenze beider Welten entweder kaum vorhanden, als solche nur schwer auszumachen oder eben flies- send ist. Der gefeierte Drehbuchautor Charlie Kaufman (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) erzählt solche Geschichten. Bei ihm verkommen sie allerdings nie zur reinen Fantasy, obgleich er die Grenze zwischen „kopierter“ Wirklichkeit und eskapistischer Traumwelt nicht eindeutig definiert. Ein wenig anders verhält es sich mit Kaufmans tragikomischem Regiedebüt Synecdoche, New York. Erstmals verwischt er diese Grenze bis zur Unkenntlichkeit. Eine klare Trennung zwischen filmischer Realität und einem Traum oder einer verzehrten Wahrnehmung besteht nicht. Die beiden Welten, die beiden Ebenen überlappen sich, sie verschmelzen, sozusagen, ineinander. […]

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Review: THE DEPARTED (2006)

Donnerstag, 7. Januar 2010 20:43

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Betrachtet man Martin Scorseses Asia-Remake The Departed als autonomen Film, gäbe es nicht viel zu kritisieren. Man würde Scorsese loben, von seinem brillant bebilderten Cop-Thriller schwärmen, den großartigen Soundtrack hervorheben und das hochkarätig besetzte Starensemble um Leonardo DiCaprio und Matt Damon über Martin Sheen und Jack Nicholson bis hin zu Mark Wahlberg und Vera Farmiga auszeichnen. Nur ist diese Betrachtungsweise eine ziemlich engstirnige, weil sie dem direkten Vergleich mit der chinesischen Vorlage, Infernal Affairs, aus dem Weg geht. Und diese Gegenüberstellung ist in diesem Fall eine dringend notwendige. […]

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Kino: AVATAR (2009)

Donnerstag, 24. Dezember 2009 0:52

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Vergessen wir die schon fast zum Mythos mutierte und breitgetretene Genesis von James Camerons propagierten Jahrzehntsfilm, vergessen wir den exaltierten Hype um den von vielen Seiten angepriesenen Überfilm, der durch den Einsatz neu entwickelter 3D-Kameras das Kino revolutionieren soll. Konzentrieren wir uns anstatt dessen auf das, was es zu besprechen gilt: Avatar, James Camerons erster Teil seiner (potenti- ellen) Science-Fiction-Trilogie.

Der griechischen Mythologie zufolge bricht mit dem Öffnen der Büchse der Pan- dora, der von Hephaistos auf Zeus Geheiß geschaffenen Frau, deren Erschaffung die Menschheit als Strafe für das von Prometheus gestohlene Feuer verstehen soll, alles “Schlechte” und Unheilvolle über die einst trostvolle Erde ein. Auch in Avatar wird die Unberührtheit und der Einklang, das Gleichgewicht und der Frie- den mit sich selbst und der Natur ge- und zerstört. Es kommt also nicht von unge- fähr, wenn James Cameron mit ungeschickter Holzhammersymbolik den Planeten der Na´vi (dreimetergroße, schlumpffarbene humanoide Eingeborene), der von den Menschen aus kapitalistischen und kolonialistischen Gründen annektiert wird, um an dessen unschätzbare Ressourcen zu gelangen, Pandora nennt, ein erd- ähnlicher Himmelskörper, dessen atemberaubende Flora fluoreszierende Blumen, riesige Mammutbäume, schwebende Gesteinsfelsen und einen mit einem biolo- gisch-chemischen Netzwerk versehenen Dschungel bestaunen lässt. […]

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Retro: ARMY OF DARKNESS (1992)

Donnerstag, 10. Dezember 2009 22:04

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Mit dem atmosphärisch dichten Psycho-Horror aus dem gleichnamigen ersten Film von Sam Raimis „Evil Dead“-Trilogie hat der humorvollere aus der Fortsetzung nicht mehr viel gemein. Der schräge Horror des dritten und somit letzten Teils schon gar nicht. Dieser evidente und beabsichtigte Stilbruch vom minimalistischen, ernsten Gruselschocker zu den amüsanten und komödiantischen Fortsetzungen machte die Franchise erst zum Kult. Und Bruce Campbell als schlagfertigen, und das kann man nicht nur buchstäblich verstehen, und abgedrehten Kreaturen- und Zombiekiller Ash zum beliebten Anti-Helden und Genre-Star. […]

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Review: HELLBOY II…

Samstag, 28. November 2009 21:38

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… The Golden Army (2008)

Superhelden haben´s nicht leicht. Sie beschützen in aller Selbstlosigkeit die Menschheit in regelmäßigen Abständen vor dem machtgeilen und zerstörungs- wütigen Bösen und werden dennoch als sonderliche Freaks verschrien. Ausnah- men, wie, sagen wir, Spider-Man, bestätigen nur die Regel. Auch der rothäutige, mit einer Steinhand bestückte und im Zweiten Weltkrieg von Rasputin gegen die Nazis heraufbeschworene Dämon Hellboy, der von seinem Adoptivvater Professor Trevor Bruttenholm sittlich großgezogen wurde und fortan als Agent zur Abwehr von paranormalen Erscheinungen interveniert, steckt mitten in einer Identi- tätskrise: Äußerlich ein Monster, innerlich ein Mensch. Der scheinbar unversöhn- liche Konflikt dieser Dichotomie markiert mit der öffentlichen Bekanntgabe seiner geheim gehaltenen Existenz einen Höhepunkt. Dazu kommt, dass es bei Hellboy und seiner „Flamme“ Liz buchstäblich kracht. So ein Superheldenleben scheint es in sich zu haben. […]

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Review: DEAD SNOW (2009)

Freitag, 20. November 2009 16:45

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Eine Gruppe norwegischer Studenten zieht es in die verschneiten hiesigen Berge fernab gesellschaftlichen Lebens. In einer Holzhütte, irgendwo am Arsch der Welt, wird gefeiert, wird getrunken, wird Spaß gemacht. Als die Nacht hereinbricht, wird es - wie nicht anders zu erwarten - unheimlich. Ein Fremder kommt zu Besuch, er- zählt der Gruppe mit einer Lagerfeuerstimme von der Legende der in diesen Ber- gen herumtreibenden Nazi-Zombies und verschwindet. Dann kommt, was kommen muss. Ehe die Mädels und Jungs verstehen, was sie da erzählt bekommen, wird auch schon die erste der jugendlichen Runde, die sprichwörtliche Geile, Opfer der Lebenden Toten. […]

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