Beitrags-Archiv für die Kategory 'All about Movie'

All about Movie: Comicverfilmungen

Samstag, 10. Januar 2009 13:53

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Seit jeher bedienen sich Filmemacher aus dem Fundus literarischer Werke. Unzählige Drehbücher basieren auf schriftlichen Publikationen, auf belletristischen Romanen, Dramen oder Gedichten also, oder aber sie wurden durch solche inspiriert und suchen keine direkte Verbindung zum ihrem Pendant. Vor allem das breite Spektrum, die Vielzahl und Vielseitigkeit der Werke, und ja, auch der Ideenreichtum und die Qualität sprechen für das Verfilmen eines Buches. Und das nicht selten mit großem Erfolg, denke man doch nur an Meisterwerke wie Francis Ford Coppolas The Godfather, an Paul Thomas Andersons There Will Be Blood oder aber an Peter Jacksons The Lord of the Ring-Trilogie. Dieses Konzept funktioniert unter anderem so gut, weil das moderne Kino zwei besondere Fähigkeiten besitzt: Anhand des immensen Inszenierungsspielraums und ihrer ausdrucks- starken Bildersprache, die sich dank modernisierter Technik keinen Konventionen und Grenzen unterwerfen muss, gelingt es dem Kino, ohne sich dabei aus- schließlich auf Dialoge zu beschränken, jede Geschichte audiovisuell zu erzählen und adäquat umzusetzen, ohne sich vom schriftlichen Vorbild distanzieren zu müssen. Diese visuelle Opulenz ist gleichermaßen Stärke wie Schwäche des Films. Denn wo er das Gedanken- und Zeilenspiel der Literatur mit Bildern füllt und ergänzt, zerstört er die größte Stärke des anderen Mediums fast gänzlich: die Imagination. Daher ist der Vergleich zwischen diesen beiden Medien wenig sinnvoll, da beide Geschichten auf eine völlig andere Art und Weise erzählen. Anders verhält es sich mit Comic Strips und Graphic Novels, die die Stärken des Films, die visuelle Kraft, und die der Literatur, die Vorstellungskraft respektive das so genannte „zwischen den Zeilen (hier wohl eher: Panels) lesen“, vereint. So scheint die Diskrepanz und die Differenz zwischen Film und Comic weitaus weniger groß. Diese Erkenntnis in Kombination mit der Beliebtheit dieser sequenziellen Kunst und seiner „Helden“ erklärt den Erfolg und die Vielzahl der seit der Jahrtausendwende erschienenen Comicverfilmungen. […]

Thema: All about Movie | Kommentare (3) | Autor: Kaiser_Soze

Kino-Mythen: Fakt oder Fiktion?

Dienstag, 21. Oktober 2008 20:10

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Dieser Beitrag enthält Spoiler!

Wo hast du denn das aufgeschnappt?” Wer kennt sie nicht, die oftmals unglaub- würdigen Kino-Mythen, die in Unis, in Büros oder  auf Schulhöfen ihre Runden machen? Man erzählt sie sich ganz beiläufig. “Wusstest du schon, dass…“, heißt es dann oftmals und das unnütze Wissen wird ausgetauscht. Es ist mehr unter- haltsamer Tratsch als Informationsgespräch. Und doch behält man sich die ein oder andere Anekdote über den ein oder anderen Schauspieler. Doch wie viel Wahrheit steckt tatsächlich in den meisten Kino-Mythen? Oder sind viele eben doch nur erfundene Legenden? Intermoviession deckt auf: Fakt oder Fiktion? Was ist wahr? Was nur ein schlechtes Gerücht? […]

Thema: All about Movie | Kommentare (9) | Autor: Kaiser_Soze

All about Movie: MacGuffin

Sonntag, 25. Mai 2008 23:16

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Er wird nicht umsonst “Master of Suspense” genannt, der gebürtige Brite Alfred Hitchcock. Schließlich versteht er es wie kein Zweiter, mit einfachen Mitteln, einem sensiblen Gespür und perfektem Timing die Spannung ins Unermessliche zu steigern. Und da der Thriller in großen Teilen von einer angespannten Atmosphäre und einer bedrückenden Spannung lebt, ist es genau dieses Genre, das Hitchcock so beeinflusste und noch heute beeinflusst. Sein bekanntestes Stilmittel, Suspense und damit Spannung aufzubauen, ist der “MacGuffin”, ein von Hitchcock geprägter Begriff, der ein mehr oder weniger beliebiges Objekt oder eine Person darstellt, die alleine dem Zweck dient, die Handlung auszulösen, voranzutreiben oder eben packender zu gestalten. Dabei schreibt man dem MacGuffin selbst keine große Bedeutung zu, er ist selbst ohnehin nicht von großem Interesse. Alfred Hitchcock definierte den Begriff so: “Es könnte ein schottischer Name sein aus einer Geschichte über zwei Männer, die Zug fahren. Der eine Mann fragt: ‚Was ist das für ein Päckchen in der Gepäckablage?‘. ‚Nun‘, sagt der andere Mann, ‚das ist ein MacGuffin.‘ ‚Was ist ein MacGuffin?‘ ‚Ein MacGuffin ist ein Apparat, um im Schottischen Hochland Löwen zu fangen.‘ ‚Aber im Schottischen Hochland gibt es doch gar keine Löwen.‘ ‚Nun, dann ist es eben auch kein MacGuffin.‘ Sehen Sie, ein MacGuffin ist gar nichts.” Diese Anekdote unterstreicht geradezu die Beliebigkeit eines MacGuffin, der in heutigen Produktionen ebenso häufig verwendet wird wie noch vor rund 70 Jahren. Als aktuelle Beispiele halten der Allspark aus Michael Bays Transformers, ein Artefakt, das den Maschinen auf Cybertron einst das Leben schenkte, oder der eine Ring aus “Der Herr der Ringe”-Trilogie her. Slavoj Zizek, ein aus Slowenien stammender Philosoph und Kulturkritiker, hält den Ring in Richard Wagners Ring des Nibelungen als den “größten MacGuffin aller Zeiten”. Er beschreibt den MacGuffin so: “MacGuffin ist eindeutig objet petit a: der Mangel, das Überbleibsel des Realen, das die symbolische Bewegung der Interpretation in Gang setzt, eine Lücke im Zentrum der symbolischen Ordnung, der bloße Anschein eines zu erklärenden, zu interpretierenden ‘Geheimnisses’.” und führt ihn so als Objekt der Begierde oder des Begehrens an, das allerdings unerreichbar ist. Aber auch banale Dinge wie ein Koffer (Ronin, Pulp Fiction), ein geheimes Dokument oder gar ein Teppich (The Big Lebowski) dürfen sich einreihen. Wichtig ist nur, die Story wird in Gang gesetzt, der Span- nungsbogen durch Konflikte und präkere Situationen aufgebaut und/oder die Rahmenhandlung eingeschlossen. Der Inhalt, der Ursprung, die Herkunft etc. sind dabei von untergeordneter Bedeutung. Der MacGuffin besitzt also starken Symbolcharakter. Und ist aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken.

Thema: All about Movie | Kommentare (10) | Autor: Kaiser_Soze

All about Movie: Der Filmbösewicht

Dienstag, 1. April 2008 1:18

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Er ist der meist ebenbürtige Widersacher des Helden, der Urheber des Bösen, der Zerstörer der Erde oder das größte Filmklischee aller Zeiten - der Antagonist, der Bösewicht, der Gegenspieler, oder wie man ihn sonst nennen mag, ist ein dem “Film” unabdingbarer Bestandteil. Denn was wäre der “Held” ohne seinen feindlichen Gegner, ohne die Gefahr, die seine Fähigkeiten und seinen Nutzen erst aufzeigt und auf die Probe stellt? Er wäre nicht unbedingt ein “Held”. Er bräuchte womöglich nicht einmal die Welt vor einem verrückten Machtbesessenen oder die Geiseln vor einem geldgeilen Bankräuber retten. Der Bösewicht stellt den Kontrast zwischen “Gut” und “Böse” her. Natürlich ist dieser nicht immer ein klischeehaftes Stereotyp, setzt er sich nicht selten aus Eigenschaften beider Seiten zusammen. Doch trotzdem ist sein Vorhaben, sein Ziel mehr als deutlich erkennbar. Doch auch hier sollte man differenzieren. Denn der klassische Bösewicht, der irre Wissen- schaftler oder der tyrannische Diktator also, ist nicht nur ziemlich antiquiert, sondern nur einer von vielen Artgenossen. […]

Thema: All about Movie | Kommentare (11) | Autor: Kaiser_Soze