Everything Is A Remix: THE MATRIX
Brillant geschnittene Collage über die popkulturellen Einflüsse der “Matrix”. Copy of a Copy of a Copy.
via Kozure Okami
Brillant geschnittene Collage über die popkulturellen Einflüsse der “Matrix”. Copy of a Copy of a Copy.
via Kozure Okami
Autor: Anthony
Datum: Samstag, 22. Oktober 2011 12:52
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4 Kommentare
Samstag, 22. Oktober 2011 14:28
Eben, eben, genau so ist es. Vieles davon ist mir schon damals im Kino aufgefallen, weiteres in den seit über zehn Jahren sich dahinwälzenden Diskussionen.
Um fair zu bleiben: So augenfällig heute die Samples gerade aus dem japanischen Anime- und dem Hongkong-Kungfu- und Actionkino sind: In den 1990ern waren sie noch nicht so allgegenwärtig, sondern gerade erst dabei, den Durchbruch vom Fan- zum Massenpublikum im Westen zu erreichen. John Woo war noch nicht Allgemeingut und Akira hatten vornehmlich jüngere Comicnerds gelesen.
Aber der entscheidende Punkt bleibt eben die Haltung der Wachowskis zu ihren Referenzen. Das ist allzu gefälliges, modisches Abgreifen, das sich clever an den Zeitgeist ranwirft. So etwas veraltet schnell.
Ich vergleiche es mit dem Unterschied zwischen echten Musikern und geschickten Produzenten oder DJs, die den Sound des Tages kreieren. Letztere haben ihre 15 Minuten des Ruhms und definieren sicher die Gegenwart, aber danach? Kommt meist wenig. Weil danach musikalische Substanz gefragt ist.
“Matrix” lieferte genau zur richtigen Stunde den Remix aus dem asiatischen Kino, den der westliche Actionfilm brauchte. Aber sonst gibt es keine Substanz im Film. Beweis: Teil 2 und 3. Da hätte es Regisseure von künstlerischer Kraft bedurft, die überhaupt den epischen Atem für einen Dreiteiler haben.
“Matrix” ist wie ein Dancefloor-Hit, der für eine Saison die Tanzfläche füllt. Thats’s all.
Samstag, 22. Oktober 2011 16:19
Mein Zitat der Woche. Beste.
Montag, 24. Oktober 2011 15:27
Yo Dawg! I heard you like… O_O
Sonntag, 4. Dezember 2011 6:44
Andererseits ist es auch mal gerade die Collage, die sich beispielhaft eignet, einen Zeitgeist zu spiegeln. Und oft sind es gerade diese zusammengerupften Werke, die sich eines zeitlosen Interesses erfreuen, während diejenigen, welche ihre Filme mit Spuren einzelner Gewürze verfeinerten, im Nexus verhallen.