Review: MARTYRS (2008)

Seit Jahrzehnten und bevorzugt immer dann, wenn ein neuer Skandalfilm für mächtig Furore sorgt, wird innig und kontrovers über den Sinn von radikaler Gewaltdarstellung im Kino debattiert: Ist es legitim, Gewalt darzustellen? Wenn ja, inwiefern? Und welchem Zweck dient diese zumeist exzessive Ausstellung physischer und psychischer Grausamkeiten? Einer Meinung waren sich Feuilleton, Filmtheoretiker und Zuschauer diesbezüglich nie. Für den einen ist Film reine Unterhaltung: Film ist eben Film, ohne Reflexion, ohne Bezug zur Realität, ohne Verantwortungsbewusstsein. Für den anderen besitzt auch und vor allem dieses Medium seine Grenzen, und seien es nur pädagogische, ethische oder geschmackliche. Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit schon liegen.

Für großen Diskussionsstoff sorgte im Jahr 2008 der französische Horrorthriller „Martyrs“, ein Quasi-Ableger einheimischer Filme wie „High Tension“ oder „Frontier(s)“, die durch ihre exzessive Darstellung von körperlicher und seelischer Gewalt bekannt wurden. Dieses oftmals rein auf sadistische Versuchsanordungen festgelegte Subgenre nennt man treffend „Torture porn“. Um Folter, um seelische und körperliche Schändung, um Sadismus, Schmerzen und Qualen geht es auch in Pascal Laugiers „Martyrs“.

In den 1970er Jahren gelingt einem Mädchen namens Lucie die Flucht vor ihren Peinigern. Jahrelang wurde sie misshandelt und gequält, eingesperrt in einem kellerartigen Verließ. Die grausamen Strapazen hinterlassen tiefe Wunden in der Seele und Psyche des jungen Mädchens. Sie wächst in einem Waisenhaus auf und lernt dort die kleine Anna kennen. Sie werden beste Freundinnen. Fünfzehn Jahre später rächt sich Lucie an ihren damaligen Entführern (wo könnte das Böse besser vergraben sein als in der Idylle einer bürgerlichen Vorzeigefamilie?): Mit einer Schrotflinte bewaffnet erschießt sie einen nach dem anderen, in der Hoffnung von ihrem Dämon, einem Mädchen, das wie auch sie gefoltert wurde und das sie während ihrer damaligen Flucht nicht zu retten vermochte, nicht mehr verfolgt zu werden.

Anna, noch immer die beste Freundin Lucies, sucht den Tatort auf, um schlimmeres zu verhindern. Doch Lucie, komplett verstört und halluzinierend, bringt sich vor den Augen ihrer Freundin um. Daraufhin entdeckt sie zufällig einen geheimen Kellereingang. Unten angekommen begegnet ihr eine geschundene, nackte Frau, derart abgemagert und mit Schnitten versehen, dass sie vermutlich schon seit Jahren gefangen gehalten wird. Anna bringt sie an die Erdoberfläche, versucht ärztliche Hilfe zu leisten und wird plötzlich wie aus dem Nichts von einer Mehrzahl schwarz gekleideter Personen überrumpelt, die erst einmal aufräumen. Das heißt: die geschundene Frau wird erschossen und alle Leichen werden beseitigt. Nur Anna darf am Leben bleiben. Und zwar angekettet im Kellerfließ. Jetzt ist sie das neue Opfer.

„Martyrs“ ist trotz seiner expliziten und brutalen Gewaltdarstellung erst einmal ein Film mit aktuellen kriminellen Bezügen: Menschenfolter im Allgemeinen, im speziellen aber im Kellerverließ ziemlich verrückter Gestalten. Das scheint vorerst gar kein unwichtiger Film zu sein.

Auf überaus brachiale Weise versucht Pascal Laugier die Leiden der Misshandlungsopfer erfahrbar zu machen, indem er die Kamera radikal auf alles hält, was alleine vom Zuschauen Schmerzen bereitet und überschreitet damit mehr als einmal die Grenzen des guten Geschmacks. Laugier aber scheint zu vergessen, dass er mit solch einer blutigen Darstellung einen sadistischen Voyeurismus bedient, der dieses Thema vollständig banalisiert und untergräbt. Es geht um den Schockeffekt, um die Steigerung filmischer, aber realistischer Gewaltanwendung und die Nutzung filmischer Möglichkeiten und nicht um die Thematik der Kellerfolter selbst: Schon die Motive der Peiniger sind hier bizarr und krank. Aber okay, wir sprechen schließlich von hochgradig gestörten Sadisten. Was will man da erwarten?

Die Oberfläche wird hier nie durchbrochen. Die austauschbare Thematik ist temporär, wir befinden uns ganz deutlich in einem gewalttätigen Escape-Revenge-Splatter-Torture-Porn, der seine fragwürdigen Intentionen da ausstellt, wo es sich anbietet. Scheiß auf Aufklärung. Scheiß auf eine seriöse Themenbehandlung. Man erhält genau das, was man von einem in diesem Subgenre verhafteten Film erwartet: Gewalt, Folter, Qualen. Wem das gefällt, bitte, hier sind Sie richtig. Ich kann nur sagen: Nein, danke. (ohne Wertung)

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Autor: Anthony
Datum: Dienstag, 20. September 2011 1:53
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14 Kommentare

  1. 1

    Hallo Anthony,

    danke für dieses Review.

    Wie der Zufall so will, arbeite ich gerade selbst an einem Text zu “Martyrs”, habe ihn aber bisher nicht veröffentlicht, da ich mir noch immer nicht sicher bin, ob der Film nicht doch mehr will als das pure Ausreizen von Hemmschwellen.

    Ich denke, dass mehr hinter dem Film steckt, kann es jedoch noch nicht “beweisen”, da ich ihn dafür noch 2-3x sehen müsste, um meine Verdachtsmomente zu bestätigen oder zu entkräften.

    Die Kernaussage ist meiner Meinung nach: Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen? Und kann der Schmerz soweit gehen, dass wir unsere sterbliche Hülle temporär verlassen können?

    Psychisch war der Film belastend, visuell jedoch bei weitem nicht so scharf wie “Inside”.

    Schmunzeln musste ich bei deinen Ausführungen zum Schisma zwischen Pädagogen und Gewalt-Liebhabern. Als ich das las, erinnerte ich mich an die damalige Diskussion zu “Natural Born Killers” – Oliver Stone wurde damals sogar eine kranke Psyche unterstellt. Dabei ist gerade dieser Film aus der heutigen Sicht heraus eine erstklassige Parabel auf die amerikanische Medienlandschaft. NBK ist heute im Sinne der Gewaltdarstellung keine Diskussion mehr wert. Sehe ich mir dagegen Filme wie “Inside” oder “Hostel” an, muss ich mir die Frage stellen, was passiert ist, dass solche Filme damals postwendend auf dem Index gelandet wären und heute nicht mehr.

    Was ist bloß passiert? Sind wir verroht?

  2. 2

    Die Kernaussage ist meiner Meinung nach: Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen?

    Würdest du behaupten, durch diesen Film jetzt eher erahnen zu können, wie viel Schmerz ein Mensch aushalten kann?

    Und kann der Schmerz soweit gehen, dass wir unsere sterbliche Hülle temporär verlassen können?

    Das verbrecherische Motiv, das am Ende ausbuchstabiert wird, so hatte ich das Gefühl, hatte fast schon so etwas wie Rechtfertigungscharakter dem Zuschauer gegenüber, der die von Laugier inszenierten Grausamkeiten “ertragen” musste. Ich finde das dreist und geschmacklos. Zum Thema Jenseitserfahrung hat der Film nämlich ebenso wenig zu sagen wie zum Thema Folter.

    Was ist bloß passiert? Sind wir verroht?

    Zu einem gewissen Grad, ja. Definitiv. Diese Frage stelle ich mir übrigens auch in meinem Kurzfilm “Utopia stirbt”.

  3. 3

    Würdest du behaupten, durch diesen Film jetzt eher erahnen zu können, wie viel Schmerz ein Mensch aushalten kann?

    Nein! Und das habe ich auch an keiner Stelle behauptet. Ich unterstelle dem Film lediglich, dass dies seine Kernaussage sein soll. Meine vorherige Aussage war keinesfalls wertend.

    Zum Thema Jenseitserfahrung hat der Film nämlich ebenso wenig zu sagen wie zum Thema Folter.

    Das mag ja durchaus sein. Ansichtssache. Was ich mich allerdings noch immer frage: Wieso erträgt die Protagonitin die Schmerzen und versucht durchzuhalten? Oder ist es überinterpretiert und ihre Physis einfach so stark, dass ihr Körper die Qualen aushält?

    Zu einem gewissen Grad, ja. Definitiv. Diese Frage stelle ich mir übrigens auch in meinem Kurzfilm “Utopia stirbt”.

    Habe ich gesehen ;)

  4. 4

    Ja, das scheint seine Kernaussage zu sein. Dennoch birgt er, egal, wie man ihn dreht und wendet, keinen aufklärerischen/informativen/unterhaltenden Wert/Gehalt. Ergo: Keine Existenzberichtigung, zumindest nicht für mich. Ich muss mir solche Bilder nicht geben. Und nicht, weil ich zartbesaitet bin, sondern einfach weil ich NICHTS davon habe.

    Wieso erträgt die Protagonitin die Schmerzen und versucht durchzuhalten? Oder ist es überinterpretiert und ihre Physis einfach so stark, dass ihr Körper die Qualen aushält?

    Ich tippe mal auf einen sehr starken Überlebenswillen. Aber auch das spielt für mich am Ende keine Rolle mehr. ;)

    In deinem ersten Comment schreibst du “Gewalt-Liebhaber”. Bei dem Wort muss ich echt leicht zusammenzucken.

  5. 5

    Und nicht, weil ich zartbesaitet bin, sondern einfach weil ich NICHTS davon habe.

    Geht mir grundsätzlich auch so, gerade bei Filmen wie “Hostel” oder “Inside”, den ich nach knapp einer Stunde einfach ausgeschaltet habe.

    In deinem ersten Comment schreibst du “Gewalt-Liebhaber”. Bei dem Wort muss ich echt leicht zusammenzucken.

    Hehe, wieso? ;) Wenn er dich so stört, kannst du ihn gerne editieren. Selbst wenn der Ausdruck unglücklich gewählt ist, weißt du sicherlich trotzdem, was ich damit aussagen wollte.

  6. 6

    Mich stört er keineswegs, im Gegensatz, er ist sehr treffend. Wieso sonst sollten Filme wie “Martyrs” ihr Publikum finden?

  7. 7

    Zu diesem Thema hatte ich letztens eine sehr heftige Diskussion im Freundeskreis nach der Durchsicht von “Frontiers”. Meine Meinung ist deiner ja sehr nahe, wenn ich sage, dass bestimmte visuelle Darbietungen einfach nicht sein müssen, sollten, dürften – soweit Auslegungssache.

    Die Kontraposition dagegen war, dass ein Film ein Kunstprodukt ist, welches Grenzen austesten und einreißen muss. Und diese Freiheit der Kunst dürfe nicht begrenzt werden.

    Was mich regelrecht schockiert hat, war die Tatsache, dass ein bisher von mir als zartbesaitet eingeschätzter Kollege (Ihm war Private Ryan zu hart!) durch diesen Film auf den Geschmack gekommen ist und nun fast ausschliesslich Torture-Porns konsumiert.

    Was ich mich wirklich frage und worauf ich auch keine adäquate Antwort finde: Wieso ist die Hemmschwelle in den letzten Jahren so eingerissen?

  8. 8

    Grundsätzlich vertrete ich auch die Meinung, dass Film an seine und unsere Grenzen gehen sollte. Er darf erst einmal (fast) alles. Das ist und war schon immer eine Gratwanderung und sollte situativ entschieden werden.

    Filme wie “Martyrs” stören mich prinzipiell nicht. Vielmehr frage ich mich, wieso dieses Genre sein Publikum findet. Hätte ich gewusst, was mich erwartet, hätte ich bestimmt nicht eingeschalten.

    Wieso ist die Hemmschwelle in den letzten Jahren so eingerissen?

    Ich vermute, dass der Mensch immer weitergehen möchte als bisher, sei es bei der Entwicklung tödlicher Waffen oder heilbringender Medikamente. Das scheint auch für die Gewaltdarstellung zu gelten, schließlich versucht man selbst stets seine eigenen Sehgrenzen auszuloten, was folglich sukzessive die Hemmschwelle senkt. Zudem sind wir einer Vielzahl an Medien ausgesetzt, seien es TV- und/oder Internetnachrichten oder Computerspiele und Filme, bei denen wir eine Menge Gewalt und Leid zu sehen bekommen. Wir stumpfen ab, der eine mehr, der andere weniger.

  9. 9

    So wird es sein!

    Danke für das nette Gespräch!

    Wir sehen bzw. lesen uns ;)

  10. 10

    Ich habe zu danken :)

  11. 11

    Zu MARTYRS, da hatte Laugier durchaus eine Botschaft, die er seiner Zeit beim Kinostart auch in vielen Interviews propagiert hat.

    Was nicht heißen soll, dass mir der Film gefiel, er mich aber auch nicht anekelte oder abstieß oder daran zweifeln ließ, ob Jesus Christus noch im Herzen aller Menschen oder derlei ist. Es ist ein Horror-Filmchen, das versucht, auf der torture porn Welle mitzuschwimmen, weil die eben im vergangen Jahrzehnt en vogue war. Dass jetzt als Anklageschrift für die Menschheit zu interpretieren, naja.

    Nach deiner Reaktion auf den Film, frage ich mich ohnehin, warum du ihn dir überhaupt angeschaut hast, da du ja, wenn du dich vorab schon nicht informiert hast – viele tun das ja – doch zumindest einen Eindruck davon gehabt haben musst, was dich erwartet. Also torture porn zum Beispiel, da fehlt mir die Nachvollziehbarkeit, warum sich einer so einen anschaut und hinterher sagt, dass ihn das anwidert und er sowas nicht braucht. Nebenbei: Ist der Text jetzt eigentlich ein Verriß? Oder verriß-ig? Weil solche sollten hier ja nicht mehr veröffentlicht werden.

    Ich und das ist nicht persönlich gemeint, glücklicherweise darf jeder Mensch denken wie er will, halte diesen Vorwurf, wir verrohen immer mehr, mit oder ohne Beispiel eines Films wie MARTYRS, für ziemlichen Schwachsinn. Die Menschen waren noch nie Elois, die dann kontinuierlich zu verrohen begannen. Weshalb ich auch den Sinn/Aussagewunsch von “Utopia stirbt” nicht verstanden habe, offen gestanden.

  12. 12

    Zu MARTYRS, da hatte Laugier durchaus eine Botschaft, die er seiner Zeit beim Kinostart auch in vielen Interviews propagiert hat.

    Und die wäre?

    Nach deiner Reaktion auf den Film, frage ich mich ohnehin, warum du ihn dir überhaupt angeschaut hast, da du ja, wenn du dich vorab schon nicht informiert hast – viele tun das ja – doch zumindest einen Eindruck davon gehabt haben musst, was dich erwartet.

    Ein Kumpel meinte, ich solle ihn mir anschauen. Er würde gerne meine Meinung über den Film wissen. Ich wusste weder, dass es sich um einen Torture Porn handelt, noch, was der Film zu bieten hat.

    Also torture porn zum Beispiel, da fehlt mir die Nachvollziehbarkeit, warum sich einer so einen anschaut und hinterher sagt, dass ihn das anwidert und er sowas nicht braucht.

    Zum einen hat mich der Film weder angewidert noch angeekelt. Ich kann ihn einfach nicht leiden. Zum anderen, ich wiederhole mich gerne, wusste ich nicht, was mich erwartet. Hinterher ist man immer schlauer ;)

    Nebenbei: Ist der Text jetzt eigentlich ein Verriß? Oder verriß-ig? Weil solche sollten hier ja nicht mehr veröffentlicht werden.

    Ein veritabler Verriss sieht anders aus. Du würdest einen erkennen, wenn du ihn hier vorfinden würdest ;)

    Ich und das ist nicht persönlich gemeint, glücklicherweise darf jeder Mensch denken wie er will, halte diesen Vorwurf, wir verrohen immer mehr, mit oder ohne Beispiel eines Films wie MARTYRS, für ziemlichen Schwachsinn.

    Ich beziehe mich bei dieser Aussage bestimmt nicht auf einen Film wie “Martyrs”. Man muss wahrlich kein Anthropologe sein, um zu erkennen, dass wir mehr oder weniger abstumpfen, wenn es um die Rezeption von Gewalt in den Medien geht. Das ist erst einmal kein Vorwurf, sondern ein menschlicher Schutzmechanismus, der dann in Kraft tritt, wenn unsere Reize überflutet werden.

    Weshalb ich auch den Sinn/Aussagewunsch von “Utopia stirbt” nicht verstanden habe, offen gestanden.

    Das wundert mich nicht. :p

  13. 13

    Und die wäre?

    Ironischerweise quasi dieselbe, wie du sie für dich nach Sichtung des Films bzw. auch unabhängig von diesem gewonnen hast.

    Metaphorically, I would say that the film is a way for me to speak about the times we are living in right now. I have the feeling, like a sad intuition, that our occidental urban societies are filled with despair and brutality.

    Our epoch is not very glorious. There are no utopias, ideologies have collapsed and our faith in the future with them. I realise it’s not very original to say this, but I really believe that the Western world is sick. (…) Martyrs is almost a work of prospective fiction that shows a dying world, almost like a pre-apocalypse. It’s a world where evil triumphed a long time ago, where consciences have died out under the reign of money and where people spend their time hurting one another. It’s a metaphor, of course, but the film describes things that are not that far from what we’re experiencing today. (…) I swear that to disgust audiences has never been my motivation. When critics describe the film as butchery, a display of guts and gore, it saddens me very much.

    Speziell bei britischen Filmmagazinen wie EMPIRE (“it’s a work of rare, raw, brutal brilliance”) und TOTAL FILM (“one of the most extreme pictures ever made, one of the finest horror movies of the last decade (…) Extraordinary”) kam der Film beispielsweise exzellent an, ohne dass ich den Rezensenten unterstellen wollen würde, Gewalt-Liebhaber zu sein.

  14. 14

    Die Rezension hier ist ohne Wertung, das ist richtig.

    Du hast den Film nichtmal ansatzweise verstanden, sorry. Das hier ist _ weit_ mehr als nur Gewalt, Torture und Porn. Und es stimmt mich traurig, dass dieser herausragende Film, welcher die menschliche Psyche derart gekonnt und realitätsnah präsentiert und zeigt, wozu Depressionen, Schizophrenie und Leid und Elend anrichten können, zeigt, hier so zerrissen wird. Dazu braucht es auch keine subjektive Meinung. Der Film war schon immer so ausgelegt. Er ist das Resultat einer Depression – das ist sogar bewiesen. Ein gestandener Mann kann so etwas kaum filmen. Deswegen ist der Film ja auch so dicht, so abstrakt, so vielschichtig im Bereich menschlicher Blickwinkel und so morbide. Wer genau hinschaut und zuhört, erkennt beispielsweise, dass selbst die Sektenführerin im prinzip ein Leben in Schande und Elend verbracht hat, was auch ihren Freitid am Ende völlig plausibel erklärt. Man muss schon in der Lage sein, so tief in sich zu gehen um diuesen Film zu verstehen. Aber vermutlich kannst du das auch einfach nicht. Also bitte – befasse dich zukünftig.nur mit Filmen, die deinen mangelnden Intellekt erreichen. Diesen Film hier mit 08/15 Splatter gleichzusetzen ist eine bodenlosen Unverschämtheit. danke.

    LG
    Chris

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