Beiträge vom Juli, 2010

Review: DAYBREAKERS (2009)

Freitag, 30. Juli 2010 16:52

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Das noir-futuristische Ambiente ist düster und unterkühlt, die Bauten aseptisch und kalt. Ausgewaschene Bilder, neutrale Farben, ausdruckslose Gesichter: eine unangenehme Atmosphäre ist das. Das Gefühl aber wird stärker, das alles schon zu kennen, irgendwann, irgendwo in irgendeinem Film schon einmal gesehen zu haben. Dann beginnt der Film seine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über Vampire, die Menschen züchten, um ihren Blutdurst zu stillen, Vampire, die, wenn sie ihren Blutdurst nicht stillen, sich sukzessive in Blutsaugende Bestien verwandeln. Hier kämpfen, und das ist vielleicht das originelle in einem Subgenre, das sich selten neu erfindet, Vampire gegen Vampire gegen Menschen und vice versa. Mit der Beschwörung einer Blutsauger-Mythologie hat das, glücklicherweise, aber nichts zu tun. Das nämlich kennen wir, das haben wir gesehen und vielleicht sogar gelesen. Vielmehr erschafft der Film ein interessantes Zukunftsszenario: Wir befinden uns im Jahr 2019. Der Großteil der Menschheit hat sich, wieso auch immer, in Vampire verwandelt. Weil die Menschen und damit die Blutreserven knapp werden, versuchen ein von Blutsaugern geführter Konzern (der Kapitalismus überlebt selbst den Vampirismus) und der misanthropische Vampir und Hämatologe Edward Dalton (Ethan Hawke) einen artifiziellen Blutersatz zu entwickeln. Insgeheim forscht Dalton, der sich auf die Seite der letzten sich zur Wehr setzenden Menschen stellt, allerdings nach einem Heilmittel. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (4) | Autor: Anthony

Zweitsichtung: SHUTTER ISLAND (2010)

Dienstag, 27. Juli 2010 21:29

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Gerade bei einem vieldiskutierten Psychothriller wie „Shutter Island“ macht eine Zweitsichtung auf dem heimischen Bildschirm durchaus Sinn: Die Geschichte ist bekannt und, wichtiger noch, das Ende auch. Mit diesem Vorwissen ist man sensibilisiert für feine Details und assoziative Anspielungen, die man fortan intuitiv in den interpretatorischen Gesamtkontext stellen kann. An meiner persönlichen Meinung zum Film hat die Zweitsichtung nur wenig gerüttelt: Noch immer bin ich gefesselt von Martin Scorseses brillantem Handwerk, von Robbie Robertsons ungemütlich-brachialen Klängen und Robert Richardsons virtuoser Kameraarbeit. Inszenatorisch ist das ganz großes Kino der alten Schule. Kommen wir zum spannenderen Teil: zur Interpretation/Auflösung des Films. Ein wenig bin ich, wohl zur Überraschung meiner Nervgeprüften Leser, von meiner Überzeugung eines zweideutigen Finales abgewichen: Natürlich, und das habe ich auch schon zuvor unterstrichen, kann man den Film dahingehend verstehen, dass Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) tatsächlich der 67. Patient ist. Das machen viele evidente und als solche eher unscheinbare Anspielungen und die präzise Erläuterung des Doktors am Ende deutlich. Was mir aber schon seit dem Kinobesuch zu denken gibt, ist der letzte Dialog von Daniels: „Which would be worse, to live as a monster or to die as a good man?” Dieser Satz impliziert, dass er sich seiner Situation, ein geisteskranker Patient in einer von der Außenwelt abgeschotteten Nervenheilanstalt zu sein, bewusst ist. Dieses Bewusstsein mag allerdings nicht dazu passen, dass er gegen Ende wieder in die Rolle des Marshalls schlüpft, schließlich hat der Doktor konstatiert, dass er sich über einen längeren Zeitraum, in einem sich wiederholenden Rhythmus, von Anfang bis Ende in seiner Wahnvorstellung, befindet. Dieser Widerspruch lässt meines Erachtens die Geschehnisse in einem zwiespältigen Licht erscheinen. Die Kino-Rezension wurde entsprechend angepasst.

Blu ray-Veröffentlichung: 02. August. Die Scheibe lohnt sich: scharfes, sauberes Bild, wuchtiger Klang, interessante Extras. Wer einen Full HD-Fernseher und eine vernünftige Heimkino-Anlage sein Eigen nennt, darf die Scheibe sogar als Referenz nehmen.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (10) | Autor: Anthony

Review: ZOMBIELAND (2009)

Sonntag, 25. Juli 2010 13:18

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Wenn man die auf Entwicklung des Zombiekinos zusprechen kommt, führt eigentlich kein Weg an des Meisters Meilenstein vorbei: George A. Romeros „Night of the Living Dead“ von 1968 ist für das Nischenkino in etwa so avantgardistisch und bedeutend wie „Easy Rider“ für (New) Hollywood. Eine minimalistische Neuausrichtung, die das Subgenre dringend nötig hatte und bis heute nachfolgende Werke beeinflusste: Romero distanzierte sich von genretypischen Science Fiction-Elementen und Voodoo-Zauber. Erstmals verstand sich der Zombie als kannibalischer Untoter, als triebgesteuerter Hirnloser, dessen Biss einen zu seines Gleichen verwandelt: äußerlich eine halb-verweste Leiche, innerlich nur noch eine von Ur-Instinkten gesteuerte Hülle. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (4) | Autor: Anthony

Retro: BACK TO THE FUTURE (1985)

Dienstag, 20. Juli 2010 19:53

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Seit jeher macht die Science Fiction Zeitreisen zum Gegenstand in Literatur und Film und ist mit dieser Thematik so eng verbunden wie mit kaum einer anderen. Diese Popularität ist gleich mehreren Tatsachen geschuldet: Zum einen sind Zeitreisen ein jahrhundertealter Menschheitswunsch. Die Möglichkeiten, die mit dem Reisen in die Vergangenheit oder Zukunft einhergehen, sind grenzenlos. Zum anderen liegt der Thematik keine empirische Evidenz zugrunde. Zeitreisen sind weder physikalisch noch wissenschaftlich bewiesen. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (10) | Autor: Anthony

THERE WILL BE BLOOD: “I´m finished.”

Mittwoch, 7. Juli 2010 19:34

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I´m finished.

- Daniel Day-Lewis alias Daniel Plainview in Paul Thomas Andersons “There Will Be Blood”

Thema: Zitate | Kommentare (2) | Autor: Anthony