Beiträge vom Mai, 2010

Was ich von Filmen gelernt habe – Vol. 1

Freitag, 21. Mai 2010 17:38

ghostbusters.jpg

Heute: Ghostbusters (1984)

Mann, ist das schon lange her. Fast zwanzig Jahre. Damals, zu Beginn der 90er Jahre, war das Fernsehen noch so unschuldig wie ich. Und was gab es da nicht für großartige Serien: He-Man, die Turtles, Parker Lewis. Allesamt, neben dem damals noch in 2D gehaltenen Super Mario, Helden meiner Kindheit. Pro 7 veranstaltete seinerzeit sogar einen Cartoon-Nachmittag mit den Looney Tunes und Co. Schade eigentlich, was daraus geworden ist. Aber zurück zum Thema. Ich dürfte nicht älter als vier oder fünf Jahre gewesen sein, als ich zum ersten Mal die paranormale Science Fiction-Komödie “Ghostbusters” gesehen habe. Ich weiß noch genau, wie viel Begeisterung ich für diesen Film als kleiner Junge aufbrachte. Die für damalige Verhältnisse virtuosen Effekte, die einprägsame Musik, die fantastische Stimmung, der kongeniale Humor, die tatsächlich perfekte Besetzung. Großartig! Eine Faszination, die ich so noch heute empfinde. Dazu kommt, dass mich “Ghostbusters” nicht nur lehrte, dass man seine Protonenstrahler niemals kreuzen und auch niemals direkt in eine geöffnete Geisterfalle sehen darf, sondern auch, und das ist überlebenswichtig, dass die Antwort auf die Frage, ob man ein Gott sei, nur eine sein kann: Ja!

Thema: Sonstiges | Kommentare (2) | Autor: Anthony

Review: THE FALL (2006)

Sonntag, 16. Mai 2010 16:25

thefall.jpg

Der indische Regisseur Tarsem Singh hatte die Vision eines epischen Fantasy-Dramas. Das Problem: Er bekam seinen kunstvollen Drehbuchstoff nicht finanziert. Die Lösung: Schulden machen, elf Jahre vorbereiten, vier Jahre drehen und in über zwanzig Länder reisen.

Zeit und Ort spielen bei „The Fall“ auch über die eigene Genesis hinaus eine sig- nifikante Rolle: Der semi-surrealistische Kunstfilm des eher mäßig bekannten Filmemachers ist verortet in den 1920er Jahren in einem im Kolonialstil gehaltenen Krankenhaus in Los Angeles, nicht weit entfernt von der aufkommenden Traumfabrik Hollywood. Filmgeschichtlich befinden wir uns in der Ära der Stummfilme: Roy ist Stuntman. Roy war Stuntman. Bei einer halsbrecherischen Szene nämlich ist er gestürzt, er ist ge“fall“en. Nun liegt er in einem Krankenhaus, scheinbar Querschnittgelähmt und mit dem Gedanken sich umzubringen. Durch den Unfall hat er zweierlei verloren: Die Fähigkeit zu laufen und die Fähigkeit geliebt zu werden. [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (7) | Autor: Anthony

Blu-ray: COLLATERAL (2004)

Freitag, 14. Mai 2010 18:54

collateral_2004_tom_cruise_jamie_foxx_jada_pinkett_smith.jpg

Fast schwerelos schwebt das Taxi durch die Schluchten einer Großstadt, durch ein von Gleichgültigkeit durchzogenes Moloch. Seine Augen strahlen innere Unruhe aus. Der gesellschaftliche Abschaum kotzt ihm ins Taxi. Jede Nacht ist eine traumähnliche Fahrt, wie die in einer Geisterbahn. Einzig die Lichter der Stadt, die grellen Neonreklamen, die Straßenlaternen, die Scheinwerfer entgegenkommender Autos erhellen die Dunkelheit, werfen Schatten und Farben auf seine Haut. Ein unheimlicher Trip ist das. Surreal und reell zugleich. Desillusioniert und hasserfüllt fährt der Fahrer, sein Name ist Travis Bickle, fast ziellos durch die Straßen von New York. Der Krieg hat sein Leben verändert. Oder anders gesagt: Der Krieg hat, so kann man es verstehen, seine Perspektiven und Ansichten verrückt. Er ist der Alptraum für jeden Fahrgast. Oder ist es anders herum? Sind die Fahrgäste der Alptraum für ihn? [...]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (9) | Autor: Anthony