STAR WARS EPISODE I – III…

Oder: Wie George Lucas noch einmal fett absahnte
Die Wiederbelebung und Extension des größten und erfolgreichsten Science-Fiction-Märchens der Filmgeschichte, genannt: „Star Wars Episode I – Die Dunkle Bedrohung“. Zum ersten und letzten Mal vor nun mehr als zehn Jahren im Kino gesehen. Schon lange ist´s her, ja, seitdem allerdings nie wirklich die Lust bekommen, dem noch einmal eine Chance zu geben. Die Enttäuschung nämlich war groß. Dennoch: Nach der „Fanboys“-Sichtung war das Interesse geweckt, die kommerziellen „Star Wars“-Prequels noch mal anzugehen. Schnell also ins Internet, die „neue“ Trilogie bestellt und rein damit in den Player. Weil ich ja wusste, was mich erwartet (obwohl ich mich kaum an etwas erinnern konnte), blieb die Enttäuschung wie erwartet aus. Die Sichtung machte sogar Spaß, die Trilogie ist durchaus unterhaltsam, aber auf eine, ja, irgendwie trashige Art. Weit entfernt von nostalgischer „Star Wars“-Magie wirkt vor allem die Besetzung ziemlich schräg: Samuel L. Jackson und Liam Neeson ganz schick im Jedi-Outfit wollen nicht so wirklich funktionieren (nur die Portman ist zum dahinschmelzen). Ohnehin fehlt es vor allem der ersten Episode an Glaubwürdigkeit. Und da haben wir uns bei all der Kritik noch nicht einmal dem Inhalt gewidmet. Erwähnenswert, weil tatsächlich großartig, ist hingegen die Musik von John Williams (und ganz vielleicht die wunderbaren Settings, die zumeist leider nicht ihre Computerherkunft leugnen können). Lediglich das actionreiche, großartige und komplexe Finale, “Die Rache der Sith”, das nicht nur inszenatorisch seine beiden Vorgänger in den Schatten stellt, versprüht die Magie von einst. Ansonsten, ja, lieber doch die alten Teile zu schätzen wissen, anschauen und genießen.
Geht das nur mir so?





Mittwoch, 17. Februar 2010 19:18
Allem Anschein geht das nicht nur dir so. Ich persönlich bin trotzdem anderer Meinung. Die Trilogie hat ihre Schwächen, die alte allerdings ebenfalls. Ich bin mir bis heute nicht sicher, welche von beiden ich besser finde. (Den Sympatiebonus hat ja eher die neue, nachdem alle Welt versucht hat mir einzuprügeln, wie schlecht die doch sei.) Okay, ich bin nicht in den Siebzigern aufgewachsen und mit Lucas’ Kinomagie groß geworden, trotzdem hat mich “Star Wars” unglaublich geprägt, von Episode I bis VI, und auch wenn ich die Filme teilweise heute nicht mehr sonderlich gut finde, bezeichne ich mich nach wie vor als Fan. Egal ob neue oder alte Trilogie.
Ich habe übrigens seit längerem schon darüber nachgedacht, mal einen ausführlichen Vergleich beider Trilogien zu schreiben. Irgendwann demnächst halt, mal schauen …
Mittwoch, 17. Februar 2010 20:40
Die alte Trilogie ist für mich über jeden Zweifel erhaben, wenngleich besonders “Return of the Jedi” nicht ohne Fehler ist. Eben Nostalgie pur. Für mich die reinste Kinomagie.
Die neue Trilogie dagegen hatte seit Beginn mit einer viel zu großen Erwartungshaltung zu kämpfen. Nach der Sichtung von “The Phantom Menace” war ich auch erst einmal enttäuscht. Episode 2 und besonders 3 haben mir dagegen ausgezeichnet gefallen. Inzwischen gehört für mich auch die neue Trilogie untrennbar zum “Star Wars”-Universum und ich mag sie wirklich gerne.
An den Klassikerstatus der ersten Filme wir sie wohl jedoch nie herankommen.
Achja, beste Kinoerlebnisse ever: Die Special Editions der alten Trilogie bei der Wiederaufführung im Kino. Gänsehaut pur!
Mittwoch, 17. Februar 2010 21:22
Ich denke ein großes Problem für viele Fans ist, dass die erste Trilogie von der Stimmung/Atmosphäre/Genreart sehr viel kohärenter war. Sieht man mal vom dem Quatsch mit den Ewoks ab. Und die neue Trilogie ist etwas individueller. PM mit diesem ausufernden und total belanglosen Podrace eher ein Film für den Bereich “ab 12″, für Fans eine Exposition von Anakin als Sympathiefigur (wenn man so will bzw. Lloyd abkann). AotC wiederum war ja eher eine Romanze, während Obi-Wan seine eigene Nummer abzug. Ein wenig Boba-Fett-Nostalgie und (imho) ein cooler Fight mit Yoda und Co. Und RotS ist dann (imho) fettes Kino, auf starken altem Niveau. Ist mein 3. liebster Teil der Reihe, vor RotJ.
Aber klar, unterm Strich hat niemand diese Trilogie gebraucht. Anakin war früher toll und super und nett und so. Hat uns Ben Kenobi aber bereits in ANH erzählt. Was Episode I-III irgendwie zu ner 6-Stunden-Stand-Alone-Rückblende verkommen lässt. Was den Fan (wie z.B. mich) aber nicht stört.
Mittwoch, 17. Februar 2010 21:54
@bullion
Keine Frage, die Teile werden von Film zu Film besser. RotS ist dann tatsächlich so was wie ein guter Film.
Dass Lucas gegen die Erwartungen der Fans nur verlieren konnte, war klar. Wie gesagt, ich finde die neue Trilogie sehr unterhaltsam, doch ich trenn sie gerne von der alten, auch wenn sie, wie du sagst, nur schwer aus dem SW-Universum wegzudenken sind.
@Flo
Mich stört es auch nicht.
Donnerstag, 18. Februar 2010 19:11
Sehe das sehr ähnlich wie Bullion.
Wenn man mit der alten Trilogie aufgewachsen ist hat diese kurz gesagt einen nostalgisch begründeten Vorteil, als Fan der Saga mag man im Grunde aber alle Teile,
Spätestens mit Episode III glättete Lucas dann die Wogen die durch Episode I entstanden sind. Nicht nur das Pod-Rennen sondern vor allem Jar Jar würde ich hier erwähnen, Flo
Mittwoch, 24. Februar 2010 15:22
Ach… sind wir nicht alle Fanboys?
Episode I bis III sind für mich einfach verfilmte Videospiele, die fürs Merchandising optimiert wurden und rein aufs Teenie-Publikum zielen.
Ich hatte einfach mehr von den Prequels erwartet …