Kino: PARANORMAL ACTIVITY (2007)

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Man kommt eigentlich nicht um die Entstehungsgeschichte herum, wenn man den Low-Low-Budget-Streifen Paranormal Activity von Oren Peli bespricht. Dabei ist die Genesis des in semi-subjektiven Kameraeinstellungen und mit minimalsten Produktionsmitteln gedrehten Gruselschockers samt spiraler Marketingkampagne à la Cloverfield schon jetzt größer, als es der Film selbst sein könnte. Ohnehin scheint das 2.0-Phänomen der Youtube-Generation einen enttäuschenden Eindruck zu hinterlassen, weil die durch die breit angelegte Internetcommercial erzeugte Erwartungshaltung des Publikums bisher nie wirklich erfüllt werden konnte. Paranormal Activity ist da nicht die Ausnahme. Vielleicht ist Pelis Film – wenn man so etwas überhaupt Film nennen darf – unter den 2.0-Filmen der reaktionärste, weil er das, was einen richtigen Film definiert und ausmacht, vorsätzlich ignoriert, um Authentizität mithilfe von amateurhaften Aufnahmen zu generieren. Er reduziert die Möglichkeiten des Kinos sozusagen auf ein Minimum. Mit einem richtigen Film hat das nicht mehr viel gemein. Selbst wenn man sich auf Pelis kaum erträgliche Farce einlässt, auf die Geschichte von Katie und Micah also, die in ihrem Haus in San Diego paranormale Aktivitäten beobachten und mit einer Videokamera festhalten, möchte man vor Langeweile die Augen schließen und das Land der Träume betreten. Bis es nämlich gruselig wird, bis Oren Peli mal endlich einen Schockmoment raushaut, bis sich mal endlich so etwas wie eine dichte Atmosphäre entwickelt, ist der Film schon fast zu Ende.

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Autor: Anthony
Datum: Dienstag, 1. Dezember 2009 12:38
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2 Kommentare

  1. 1

    Ich sag ja, da wo es losgeht, hört es auch schon auf ;)

  2. 2

    Die 8€ hätten wir uns echt sparen können ;)

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