Review: DEAD SNOW (2009)

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Eine Gruppe norwegischer Studenten zieht es in die verschneiten hiesigen Berge fernab gesellschaftlichen Lebens. In einer Holzhütte, irgendwo am Arsch der Welt, wird gefeiert, wird getrunken, wird Spaß gemacht. Als die Nacht hereinbricht, wird es - wie nicht anders zu erwarten - unheimlich. Ein Fremder kommt zu Besuch, er- zählt der Gruppe mit einer Lagerfeuerstimme von der Legende der in diesen Ber- gen herumtreibenden Nazi-Zombies und verschwindet. Dann kommt, was kommen muss. Ehe die Mädels und Jungs verstehen, was sie da erzählt bekommen, wird auch schon die erste der jugendlichen Runde, die sprichwörtliche Geile, Opfer der Lebenden Toten.

Das Abspulen genretypischer Klischees, und hier folgt eins aufs andere, ist das Resultat eines Zitatwütenden Regisseurs namens Tommy Wirkola. Zitiert werden in dieser norwegischen Zombie-Horrorkomödie allerdings nicht die Großen des Subgenres, wie etwa die tiefgründigen Dead-Filme von George A. Romero, also vielschichtiges Zombie-Kino mit gesellschaftskritischem Subtext, sondern eher die weniger Bekannten. Dieses Paraphrasieren bedingt einen gewissen Zynismus, der aus einer eigentlich ernsten Chose eine lustige und durchaus unterhaltsame Gore- und Splatterveranstaltung macht.

Über das ambitionierte Zitieren kommt Wirkola allerdings nicht hinaus. Sein Bei- trag ist für das Genre selbst so unbedeutend wie der Plot trotz evidentem Au- genzwinkern letzten Endes konventionell ist. Hier trachten Nazi-Zombies (übri- gens tatsächlich großartig kostümiert und geschminkt) nach dem Leben jugend- licher Studenten, die isoliert von der Außenwelt auf sich selbst gestellt sind. Da wird dann auch mal eine Kettensäge zur Hand genommen (eine Anspielung auf Sam Raimis „Evil Dead“-Reihe), um die Untoten endgültig in die Finsternis der Hölle zu schicken.

Mehr als ein ausuferndes Massenmassaker, mehr als ein komödiantisch-blutiger Überlebenskampf zwischen Mensch und Zombie bietet Dead Snow trotz oder gera- de wegen aller Selbstreferenzen und Querverweise nicht. Die oftmals schwach inszenierten Kills mögen dem einen oder anderen Genre-Fan aufgrund zahlreicher Gore- und Splatterelemente dann doch gefallen, unter anderem auch, weil das ar- tifizielle Rot des Blutes und das reflektierende Weiß des Schnees einen starken Kontrast generieren, der selbst auf symbolischer Ebene (Rot = Tod, Weiß = Le- ben) funktioniert. Für mehr Symbolik oder tiefere Bedeutungen hat es dann aber doch nicht gereicht.

★★★★★☆☆☆☆☆

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Autor: Kaiser_Soze
Datum: Freitag, 20. November 2009 16:45
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2 Kommentare

  1. 1

    Da sind wir uns wohl einig.;)

  2. 2

    Weder Komödie noch spannend noch wirklich 100% langweilig… Man guckt den Film bis Ende in ständiger Erwartung das noch was “Tolles” passiert…
    Nix halbes und nix ganzes der Film.

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