Blu-ray: TRANSFORMERS: THE REVENGE…

… of the Fallen (2009)
Gott sei Dank, dass es die Vereinigten Staaten von Amerika gibt. Wie sonst nur würde die Filmwelt ohne die altruistischen Helden aus dem Westen auskommen? Meteoriten hätten die Erde geflutet, Aliens die Welt zerstört und mutierte Monster New York verwüstet. Laut Michael Bay, Tony Scott und Roland Emmerich scheinen nur die USA im Stande zu sein, die Erde und ihre Bevölkerung vor Umweltkatastrophen, gefährlichen Terroristen, außerirdischen Invasionen und monströsen Tiermutationen zu bewahren. Mit dem Untergang Amerikas also würde gleichbedeutend die eschatologische Zeitrechnung und somit das Jüngste Gericht näher rücken. Wenn sich auf der Erde also zwei verfeindete transformierende Metall-Alienrassen, so genannte Transformers, einen erbitterten Todeskampf um den Allspark-Würfel – ein klassischer MacGuffin – liefern, dann schwört der Homo Sapiens nicht auf göttliche Intervention, sondern auf US-amerikanische Streitkräfte. Die Koalition zwischen Militär und den Autobots, den guten Transformers, funktioniert. In Michael Bays Fortsetzung des Spielzeug-Actionkrachers wird diese geheim gehaltene Kollaboration zum Wohl aller Menschen aufrechterhalten. Kein inhaltlicher Zufall, gewiss nicht. Denn kurze Zeit später greifen die Deceptions, die bösen Transformers, die Erde an. Und es kommt, ein weiteres Mal, zur eruptiven Materialschlacht, die diesmal nicht zwischen den Häuserschluchten New Yorks, sondern auf ägyptischem Boden ausgetragen wird. Wieso die Deceptions erneut die Erde besuchen und zerstören wollen, ist so unerheblich wie schon zuvor. Es geht um state of the art, um visuelle Spielereien und um die Darstellung technischer Möglichkeiten. Das sekundenschnelle Transformieren vom Vehikel zum übermenschlichen Metallroboter sieht erstaunlich cool aus und wirkt nach dem x-ten Mal dennoch repetitiv. Das kann selbst die überheiße Megan Fox nicht kompensieren, die im Sequel die Freundin von Shia LaBeoufs Sam spielt. Der muss übrigens mal wieder die Welt retten. Kennen wir doch schon. Ohnehin sind die Unterschiede zwischen dem Vorgänger und seiner Fortsetzung schwindend gering. Bays Ambitionen und Intentionen bleiben dieselben. Surprise! Wie nicht anders zu erwarten, bleibt alles beim Alten in „Bay City“.





Dienstag, 10. November 2009 21:24
Hehe, erstaunlich neutral geschrieben. Haste einen gnädigen Tag gehabt?
Dienstag, 10. November 2009 21:53
Findest du? Ist der Sarkasmus der Einleitung denn so untergegangen?^^
Donnerstag, 12. November 2009 16:08
Bay-Verarsche bei South Park = Beste!
Freitag, 13. November 2009 21:45
Im Kino war der Ton leider nicht gerade dezent… schade auch, dass man ihn nicht gleich abschalten konnte.
Samstag, 14. November 2009 14:37
Das würde den Film auch nicht schlechter machen^^
Samstag, 14. November 2009 15:25
Gut aussehen, darauf kommt es an.;)
Samstag, 14. November 2009 15:36
Du meinst: Darauf kommt es Bay an!
Samstag, 14. November 2009 16:30
Ich würde es anders formulieren, denn seine Filme sind verdammt erfolgreich.;)
Samstag, 14. November 2009 17:27
Das ist dann wohl das Resultat daraus.
Und wenn wir schon dabei sind: Ich halte Bay für einen Dilettanten, der gleichzeitig ein sehr guter Geschäftsmann ist. Mich macht das Publikum, das durch ihr Geld solche Filme erst ermöglicht, sauer.
Samstag, 14. November 2009 17:46
Mich stört das überhaupt nicht. Hab hier in Hannover zum Glück genug Kinos, die auch die “kleinen, aber feinen” Filme zeigen. Von daher kann ich mir mit Freuden beides geben…
Samstag, 14. November 2009 17:51
Nun ja, ich leider nicht.