Beiträge vom September, 2009

Film der Woche: MAGNOLIA

Sonntag, 27. September 2009 16:51

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Freitag, 02.10., 02:40 Uhr, Pro 7 - MAGNOLIA

Paul Thomas Andersons religiös konnotierter Episodenfilm über Fatalismus und Zufall, über Leben und Tod, über Schuld und Sühne. Ein Film der Superlative, grandios erzählt, virtuos inszeniert, stark besetzt, mit einer großartigen Musik- auswahl. Ein (vielleicht unterschätztes) Meisterwerk über die Existenzen und Ent- wicklungen neuner Menschen, die fast alle miteinander in Verbindung stehen, in- einander verstrickt und voneinander abhängig sind. Gefühlvoller, melancholi- scher und veritabler Genrebeitrag und ein weiterer Beweis für die Genialität An- dersons. Großer Film, großer Regisseur. Wenn machbar, trotz impertinenter Sen- dezeit unbedingt anschauen. Ansonsten: Kaufen!

Weitere Filmtipps: Zeitverschwender, Kino, TV & Co, Blockbuster-Entertainment

Thema: TV-Tipps | Kommentare (0) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: OCEAN`S ELEVEN (2001)

Mittwoch, 23. September 2009 21:40

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Kino manipuliert. Mit jedem Schnitt, jeder Kameraeinstellung, jedem Zeit- und Raumwechsel etc. täuscht es. Bewusst wie beispielsweise in The Usual Suspects (Bryan Singer, 1995), der gezielt den Zuschauer mit vorenthaltenen Informationen hinters Licht zu führen versucht, oder eben unbewusst. Das spielt keine Rolle, weil sich das Publikum von den Bildern und der Musikuntermalung, der Narration und der Inszenierung beeinflussen lässt, ohne dem wirklich entgegenwirken zu können. Das Kino als Manipulationsapparat gibt Filmemachern somit nicht nur die Möglichkeit, twist und turns gezielt einzusetzen, um Spannung und/oder einen Überraschungseffekt zu evozieren. Ihnen ist es ebenso überlassen, welche Film- charaktere als Sympathieträger/Identifikationsfiguren fungieren. Wer als Held glo- rifiziert und als Bösewicht verdammt wird, bleibt deren Entscheidung. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (15) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: UN CHIEN ANDALOU (1929)

Samstag, 19. September 2009 15:57

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Once upon a time… Es war einmal… eine gleichermaßen erschreckende wie faszi- nierende Eröffnungsszene. Ein Mann schärft sein Rasiermesser. Er tritt auf den Balkon, pafft seelenruhig seine Zigarette. Es ist dunkel. Nacht. Er blickt gen Him- mel, beobachtet den Vollmond. Plötzlich sehen wir die Nahaufnahme eines Frau- engesichts. Der Mann greift an des Fraus linkes Auge, öffnet es, setzt mit der scharfen Klinge zum Schnitt an. Eine Wolke zerschneidet den Vollmond. Das Ra- siermesser - die Kamera ist deutlich herangezoomt - zerschneidet das Auge. Eine Flüssigkeit läuft hinaus. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (0) | Autor: Kaiser_Soze

Film der Woche: HANA-BI

Sonntag, 13. September 2009 16:32

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Mittwoch, 16.09., 23:15 Uhr, Arte - HANA-BI

Das Programm von Arte gefällt: Nischenfilme, Independentkino, Kunstfilme. Main- stream überlässt der deutsch-französische Sender anderen Fernsehanstalten. Leider, und das trotz der oftmals tollen Filmauswahl, wählt Arte unmögliche Sendezeiten. Diese Woche läuft Takeshi Kitanos kleines großes Meisterwerk Hana-Bi am späten Mittwochabend. Wer am nächsten Tag nicht früh aus den Federn muss, die Scheibe noch nicht sein eigen nennen darf und das eigenartige, aber großartige Kino Takeshi Kitanos nicht kennt, der sollte trotz bescheidener Sendezeit einschalten. Am Freitag (22:25 Uhr) legt 3 SAT mit Zatoichi - Der blinde Samurai nach.

Weitere Filmtipps: Zeitverschwender, Kino, TV & Co, Blockbuster-Entertainment

Thema: TV-Tipps | Kommentare (0) | Autor: Kaiser_Soze

Serie: CALIFORNICATION Season 1

Samstag, 5. September 2009 18:00

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Die Verwandlung vom seriösen FBI-Agenten Fox Mulder - übrigens die Rolle seines Lebens, oder besser: seiner Karriere - zum schlagfertigen Macho-Arschloch ist David Duchovny tatsächlich gelungen. In Californication geht er nämlich nicht mysteriösen Fällen auf den Grund, er fickt sich quasi einmal quer durch “die Stadt der Engel”, um die Trennung seiner Fast-Frau Karen zu verdrängen. Nebenbei kämpft Duchovny als kotzbrockiger Schriftsteller Hank Moody mit seiner scheinbar nicht mehr enden wollenden Schreibblockade. Sein Problem: Er liebt Karen noch immer, er will sie und ihr gemeinsames Kind Rebecca, eine pubertierende punkige Rockgöre, zurück. Nur: Karen hat einen Neuen, Bill, einen spießigen Langweiler. Und: Sie wollen heiraten. Hank verliert also nicht nur seine Frau an einen steifen Schlipsträger, sondern auch seine Tochter. Zu allem Übel schläft er auch noch, unwissend über ihr Alter, mit Mia, Bills erst sechzehnjähriger Tochter. Ohnehin wird in Californication viel gepoppt. Ein One-Night-Stand hier, ein Quickie da, ein Blowjob dort und viel nackte Haut. Nett anzusehen ist das schon, der Sex ist vulgär und experimentell, promisk und ganz bestimmt erst ab 18 Jahren, al- lerdings nicht der Grund, wieso Californication so unterhaltsam und kurzweilig ist. Es ist David Duchovnys Serie. Und das fast ausschließlich. Er interpretiert seinen Hank Moody als sprücheklopfendes Arschloch mit Herz, das alleine mit dem Leben nicht klar kommt. Er trinkt. Er fickt. Er provoziert. Und er liebt. Karen und Rebecca. Er hasst Kalifornien. Das erzählen, zumindest, die Dialoge. Ansonsten muss sich die wenig gelungene Persiflage auf Kalifornien und Hollywood hinten anstellen. Los Angeles bleibt stets universell und austauschbar. Und vielleicht ist das auch gut so. Weil: Californication unterhält trotzdem. Wahrlich kein Meilenstein der Fernsehgeschichte und weit entfernt von Referenzsender HBO. Aber: David Duchovny ist einfach zu gut.

Thema: Kurzreviews, Serien | Kommentare (2) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: EDWARD SCISSORHANDS (1990)

Donnerstag, 3. September 2009 21:07

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Wenn es einen Ort gibt, der selbstreflektierte Lebenserfahrungen verarbeiten und zum Ausdruck bringen kann, dann ist das, unter anderem, das Kino, weil die Bilder, die es projiziert und erschafft, auf vielen verschiedenen Ebenen funk- tionieren können, und weil die narrativen und visuellen Möglichkeiten des (Erzähl-) Kinos fast grenzenlos erscheinen. Tim Burton kennt das Kino, seine Funktionsweisen als Projektionsfläche und seine Möglichkeiten Geschichten zu erzählen, mögen sie noch so fantastisch sein. Die Sichtung eines Burton-Films ist vergleichbar mit dem Bewundern eines polyvalenten Kunstwerks, dessen nach- haltiger Eindruck nicht nur seiner prachtvollen Schönheit wegen entsteht, sondern weil es bei genauerer Betrachtung eine interpretatorische Sichtweise eröffnet, wie die meisten Burton-Filme eben, die einen autobiographischen Subtext besitzen, bei dem er entweder Emotionen seines eigenen Lebens oder aber ästhetische Erinnerungen aus Film, Fernsehen, Literatur oder der Mythologie verarbeitet. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (2) | Autor: Kaiser_Soze

Twin Peaks: “Damn good coffee!”

Dienstag, 1. September 2009 22:33

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Harry, I’m going to let you in on a little secret. Every day, once a day, give yourself a present. Don’t plan it. Don’t wait for it. Just let it happen. It could be a new shirt at the men’s store, a catnap in your office chair, or two cups of good, hot black coffee. 

Was für eine Serie!

Thema: Zitate | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze