DVD: TWILIGHT (2008)

Im Gegensatz zu Joanne K. Rowlings höchst kommerzieller Gelddruckmaschine Harry Potter wurde Stephenie Meyers literarische Vampir-Schmonzette Twilight erst dann zum vom bevorzugt jugendlichen Publikum gefeierten Bestseller, nachdem die filmische Umsetzung durch Regisseurin Catherine Hardwicke für hoch frequen- tierte Kinosäle sorgte. Seit Monaten, oder genau genommen, seit dem deutschen Kinostart hält sich das erfolgreiche Fantasy-Epos um den geheimnisvollen Vampir Edward und die schüchterne High School-Schülerin Bella an der Spitze der Belle- tristik-Charts, ähnlich wie einst Zauberlehrling Harry Potter. Ohnehin scheinen Rowlings und Meyers Werke vorwiegend das gleiche Publikum anzusprechen. Der Medienrummel ist indes auch ein ähnlicher. Und weil das erste Gesetz des Filmgeschäfts das simple Kosten-Leistungs-Verhältnis beschreibt, bestätigte man kurz nach dem erfolgreichen ersten Kinostartwochenende die Realisierung einer Fortsetzung. Melken, also, solange die Kuh noch Milch gibt. Und das jugendliche Publikum noch jugendlich ist. Für Erwachsene ist diese “Die schöne und das Biest“-Allegorie nämlich wenig ansprechend und verliert auch dann zunehmend seinen Unterhaltungswert, wenn derjenige die Literaturvorlage nicht gelesen hat. Ohnehin begleitet einen durch den gesamten Film das unwohle Gefühl, dass Twilight ein Film ist, gemacht für die Kenner der Vorlage, für diejenigen also, die zwischen den Zeilen lesen können, für die man Szenen nicht “auserzählen” muss. Die Endlos-Diskussion, die Vorlage und Film auf ihre adäquate Umsetzung hin untersucht, mag einer vieler Gründe sein, wieso Twilight nur bedingt als mas- sentaugliche Vampirromanze funktioniert. Wenn überhaupt, dann nur als solche. Denn als ernst gemeinter Genrefilm, der die amour fou zwischen unsterblicher Kreatur und potentieller Mahlzeit, das Stigma der Unsterblichkeit und die (sozusagen) pädophile Liebe zwischen uraltem Vampir in Gestalt eines Jugend- lichen und einer pubertierenden High School-Schülerin behandelt, scheitert er. Die Diskrepanzen und Unterschiede zwischen Mensch und Vampir dienen lediglich als tragisches Element, und selbst hier arbeiten Regisseurin Hardwicke und Dreh- buchautorin Melissa Rosenberg nur begrenzt und selbstgefällig die unmögliche Beziehung zwischen Edward und Bella aus, die szenenweise unfreiwillig komisch wirkt. Von einem klassischen Anne Rice-Stoff ist dieser Pop-Generationen-Film meilenweit entfernt. (Zumindest: Carter Burwells rocklastiger Score klingt groß- artig)





Dienstag, 23. Juni 2009 0:20
Den würd ich mir nie freiwillig antun.
Sonntag, 20. Dezember 2009 20:06
Eine devote, hilflose und recht dümmlich wirkende Darstellerin. Ein modelartiger, jedoch schauspielerisch vollkommen unbegabter Darsteller. Vampire bei Sonnenlicht anfangen zu glitzern und Auto fahren wie bekloppt. Diesen Film würde ich als Trash-Movie bezeichnen, wenn es nicht so ernst wäre. Nein! Dieser Film und seine noch kommende Geschichte ist die reinste Vergewaltigung des Vampir-Genres, sowie dessen Romantik.
Montag, 5. April 2010 12:59
[…] die erste Verfilmung der zum Phänomen gewordenen „Twilight“-Saga blieb der literarischen Vorlage wie zu erwarten […]