Beiträge vom Februar, 2009

Academy Awards: Yes, we can!

Montag, 23. Februar 2009 11:50

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Ja, wir können Danny Boyle und seinem Ghetto-Kitsch-Liebesdrama-Mega- Hype-Film acht Oscars in den Allerwertesten schieben. Yes, we can. Ja, wir können Sean Penn als “Ausgleich” für den damals nicht an Brokeback Mountain verge- benen Oscar als “Bester Hauptdarsteller” auszeichnen. Schließlich wollen wir keinen homophoben Eindruck schinden. Yes, we can. Ja, wir können Kate Winslet einen unverdienten Oscar überreichen. Hallo, noch nichts vom Scorsese-Effekt gehört? Yes, we can. Ja, wir können die Oscars nicht ernst nehmen. Wobei: Ist das denn ´was Neues? Alle Gewinner auf einen Blick: 81th Academy Awards

Thema: Sonstiges | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: BATMAN RETURNS (1992)

Freitag, 20. Februar 2009 18:03

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Tim Burton besaß nie wirklich die Kontrolle über seinen ersten Batman-Film. Unerwartete Drehbuchänderungen inmitten der Produktion, spontane personelle Veränderungen und Meinungsverschiedenheiten bezüglich fundamentaler Entscheidungen zwischen Burton und Warner machten ihm seinerzeit zu schaffen. Ohnehin stand das Millionen-Projekt schon vor Drehbeginn unter keinem guten Stern, weil Burtons Vision eines düsteren, eines tiefgründigen Batman-Films nicht im Einklang mit Warners ökonomischen Intentionen war. Denn Batman sollte nicht nur einen Mythos wiederbeleben, den der trashig-campige Vorgänger aus den 60er Jahren zerstörte, indem er Batman zur popkulturellen Figur verklärte und die Ambivalenz dieses Charakters außen vor ließ, der Film sollte auch neue Maßstäbe bezüglich spiraler Marketingkampagnen setzen. So wurde das Projekt nicht nur durch eine intermediale Großvermarktung, sondern auch dank eines viel- schichtigen und breit gefächerten Merchandisings zu einem beispiellosen Mega-Konzept aufgeblasen. Und ja, die Rechnung ging auf: Warner Bros. füllte sich nicht nur mit einem 250 Millionen Dollar-Einspielergebnis die Taschen, vor allem durch Merchandise-Artikel (T-Shirts, Spielzeug, Poster etc.) verdiente sich das Major-Label ein goldenes Näschen. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (2) | Autor: Kaiser_Soze

Magic Moments: JERRY MAGUIRE

Sonntag, 15. Februar 2009 19:06

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Show me the money! - Tom Cruise alias Jerry Maguire in Cameron Crowes Jerry Maguire

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You had me at “hello”.  - Renée Zellweger alias Dorothy Boyd in Cameron Crowes Jerry Maguire

Thema: Zitate | Kommentare (2) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: BATMAN (1989)

Dienstag, 10. Februar 2009 3:35

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Natürlich erkannte er die Komplexität dieses ambivalenten Antihelden, dieses zwiespältigen Außenseiters. Er hatte genaue Vorstellungen, wie sein Batman-Film auszusehen und was er zu erzählen hat. Es sollte keine konventionelle Actionheldenverfilmung werden, die wenig über ihren Protagonisten philosophiert. Doch Tim Burtons Vision eines in tiefe Abgründe blickendes Psychogramm fand bei Warner Bros. kaum Unterstützung. Man war sich einig, sich vom infantilen und bonbonesken Vorgänger aus den 1960er Jahren zu distanzieren und sich an den beiden düsteren Graphic Novels The Dark Knight Returns von Frank Miller und an The Killing Joke von Alan Moore zu orientieren. Mehr Zugeständnisse und Kompromisse, vor allem hinsichtlich des Plots, konnte Burton von Warner Bros. allerdings nicht erwarten. In diesem Projekt steckte viel Geld, die Produk- tionsvorbereitungen machten durch personelle Veränderungen ohnehin schon genug Probleme. Und so wollte Warner Bros. keinerlei Risiko eingehen, es wollte einen klassischen, kommerziell erfolgreichen Blockbuster drehen, der von einer beispiellosen Marketingkampagne angeführt werden sollte. Das widersprach ganz den Intentionen des jungen Tim Burton. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (10) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: UP IN SMOKE (1978)

Samstag, 7. Februar 2009 16:14

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Up in Smoke, Tommy Chongs und Cheech Marins reaktionärer Szenefilm über zwei zugedröhnte Druffköpfe, der eine ein in der 68er-Generation hängen gebliebener Hippie, der andere ein lateinamerikanischer Macho, versteht sich als Beginn der “kultigen” “Cheech & Chong”-Reihe und gilt allgemeinhin als Meilenstein der Stoner-Movies, der so genannten Kifferfilme. Und ja, hier wird jedes Kiffer- und Cannabis-Klischee bis zum Exzess gefeiert, einfältige Stereotypen beherrschen das Geschehen. Der Film ist ziemlich dated, in der Zeit stecken geblieben, glorifiziert er doch, wo er nur kann, Rauschmittel und ihre halluzinogene Wirkung. Die subversive Kehrseite der Medaille wird hier regelrecht unter den Tisch gekehrt. Was soll man auch erwarten von einem skurrilen Kifferduo, einfallslosem, abstrusen Humor und einem abgedrehten Road Trip? Zumindest nimmt sich diese unnötige Blödelei nicht ernst.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (0) | Autor: Kaiser_Soze