Beiträge vom Januar, 2009

Kino: THE CURIOUS CASE…

Samstag, 31. Januar 2009 15:12

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… of Benjamin Button (2008)

Mit dem Geist eines Kindes und dem Körper eines alten, gebrechlichen Mannes kommt er auf die Welt. Es ist der Tag, an dem der Erste Weltkrieg für beendet erklärt wird, an dem ganz New Orleans auf den Straßen feiert, und gleichzeitig der Tag, an dem Benjamin Burton (Brad Pitt) geboren und von seinem Vater, einem reichen Fabrikant, auf den Treppenstufen eines Altenheimes ausgesetzt wird. Der Arzt attestiert ihm kaum Überlebenschancen. Doch Queenie (Taraij P. Henson), die Benjamin in ihre Obhut genommen hat und sich für das Altenheim verantwortlich zeichnet, gibt den kleinen Greis nicht auf. Er wird älter, sein Geist wird älter, wie der eines normalen, eines gesunden Menschen, während sein Körper sich verjüngert. Dieser umgekehrte Lebenszyklus macht ihn zu etwas Besonderem, und gleichzeitig zu einem Außenseiter. Mit dem jungen, rothaarigen Mädchen Daisy (Elle Fanning, später: Cate Blanchett), eine Enkelin einer Heimbewohnerin, baut Benjamin eine enge und vertraute Freundschaft auf. Doch die Beziehung leidet unter dem nur äußerlich betrachtetem Altersunterschied. Als er das Altenheim verlässt, auf See hinaus fährt, das Leben außerhalb New Orleans kennenlernt und eine Affäre mit einer verheirateten Frau beginnt, bricht der Kontakt fast gänzlich ab. Doch sie treffen sich wieder, in der Mitte ihrer beider Leben, gleichaltrig, endlich fähig, ihre nie wirklich ausgesprochene Zuneigung zueinander auszuleben. Sie wissen, ihre körperliche Bindung hat keine Zukunft. Aber ihre Liebe schon. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (11) | Autor: Kaiser_Soze

DVD: IN BRUGES (2008)

Dienstag, 27. Januar 2009 22:39

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Es ist ein verschlafenes, ein geradezu märchenhaftes Städtchen, dieses Brügge. Und mit seinem mittelalterlichen Stadtkern, seinen gotischen Kathedralen, Kirchen und Stadtmauern, mit seinen kleinen Brücken, den Gondeln und den zahlreichen Sehenswürdigkeit ist „die Perle Flanderns“, so wird sie unter anderem genannt, die größte Stadt in der Provinz Westflanderns, auch für den Kulturfanatiker ein wahrhaftiges Erlebnis. Die beiden Auftragsmörder Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) sind allerdings nicht des kulturellen Erbgutes wegen in Brügge. Auf Anweisung ihres cholerischen Bosses Harry (Ralph Fiennes) sollen die beiden Londoner Untergrund-Killer in Belgien erst einmal untertauchen, ehe sie sich wieder auf der Insel blicken lassen. Denn Ray hat während eines tödlichen Auftrags aus Versehen einen kleinen Jungen erschossen. Und „das“ ist selbst in dieser skrupellosen Branche ein absolutes no-go. Während Ray die voraus- gegangenen Ereignisse reflektiert, mal in Form melancholischer Gefühlsausbrüche, mal in tabuierter Bewusstseinsverdrängung, bekommt Ken einen Anruf von seinem „Vorgesetzten“: Er soll seinen „Partner“, für den er insgeheim die Verantwortung übernommen hat, erschießen. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze

DVD: TROPIC THUNDER (2008)

Donnerstag, 22. Januar 2009 21:09

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Viele der großen Regisseure haben bereits einen Kriegsfilm gedreht, und es macht den Anschein, dass dieser Prozess, also das Empfinden, Aufklären und Nacherzählen eines Krieges, als eine Art Hürde zu verstehen ist. Eine Hürde, die nicht leicht zu nehmen ist, weil Krieg universell und subversiv ist und weil die Grenze zwischen Verdammung und Glorifizierung kaum vorhanden ist. Sie heißen Franics Ford Coppola (Apocalypse Now), Stanley Kubrick (Full Metal Jacket), Steven Spielberg (Saving Privat Ryan) oder aber Clint Eastwood (Letter from Iwo Jima), die Regisseure, die sich unter anderem dieser Herausforderung stellten. Ben Stiller, für viele eher der abgedrehte Komiker denn ambitionierter Filmemacher, und das hat wohl auch seine berechtigten Gründe, wäre wohl einer der letzten, den man wirklich in diese Liste einreihen wollen würde. Nun ja, mit Tropic Thunder hat Stiller einen Kriegsfilm gedreht, wenn Kriegsfilm bedeutet, dass man bewaffnete Soldaten durch den Dschungel rennen lässt, eine Explosion hier, eine Explosion da, und viel bleihaltiges Geballer zelebriert, ja, dann hat Stiller einen solchen Film gemacht. Dass er dabei keineswegs einen ernsten Ton anschlägt, den Krieg eigentlich gar nicht behandelt, denn selbst dieser ist in seinem Film im Film kein reeller, und es ihm nur um Satire, um Parodien und Zitate geht, weniger um einen ambitionierten Genrebeitrag also, ist wenig überraschend. Und es stört auch nicht. Dass dem Film allerdings nach schon zwanzig Minuten die Puste ausgeht, das ist wirklich traurig. Da kann Stiller noch so offensichtlich über so offensichtliche Schwächen des hollywood´schen Systems und seinen verwöhnten “Marionetten” herziehen, über Schauspielergagen und Fortsetzungswahnsinn lachen, weiter als über die Unterhaltungsebene kommt er nicht, und selbst diese zu erreichen, scheint ihm schwer zu fallen, Ben Stiller und seinem wenig amüsanten, etwas humorvollen und arg anmaßenden Tropic Thunder mit seiner ach so selbstkritischen “message“, die Stiller im negativen Sinne mit seinem 92 Millionen Dollar schweren Produktionsbudget obendrein auch noch selbst bedient. Gratulation.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (10) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: REQUIEM FOR A DREAM (2000)

Samstag, 17. Januar 2009 15:57

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Wenn die Leinwand schwarz wird, wenn Darren Aronofsky den Abspann einleitet und der halluzinogen verseuchte Teufelskreis seines makaberen, seines radikalen Drogenfilms durch das konsequente Ende erstmals durchbrochen wird, wächst die Sprachlosigkeit ins Unermessliche, ist der Zeitpunkt gekommen, einmal richtig durchzuatmen und den „Verdauungsprozess“ in Gang zu setzen. Denn hier, wo auf die Sehgewohnheiten des Zuschauers wenig Rücksicht genommen wird, erzählt Requiem for a Dream, basierend auf Hubert Selbys gleichnamigen Roman, eine schwarzmalerische Drogen-Geschichte über Selbstzerstörung, charakter- lichen Zerfall und sozialen Abstieg. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (18) | Autor: Kaiser_Soze

Magic Moments: NORTH BY NORTHWEST

Samstag, 17. Januar 2009 13:36

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- Cary Grant alias Roger O. Thornhill in Alfred Hitchcock´s North by Northwest

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Golden Globe 2009: The Winners

Montag, 12. Januar 2009 8:51

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Gestern Nacht wurden in Beverly Hills zum 66. Mal die Golden Globe Awards verliehen. Zum großen Gewinner des Abends wurde Danny Boyles Liebesdrama Slumdog Millionaire, das in vier Kategorien Trophären mit nach Hause nehmen durfte. Mickey Rourke (The Wrestler) und Kate Winslet (Revolutionary Roads) gewannen in der Kategorie “Bester Haupt-/Beste Hauptdarstellerin - Drama”, Colin Farrell (In Bruges) und Sally Hawkins (Happy-Go-Lucky) in der Kategorie “Bester Haupt-/Beste Hauptdarstellerin - Komödie/Musical”. Heath Ledger (The Dark Knight) bekam postum die Auszeichnung für seine Leistung als Joker in der Kategorie “Bester Nebendarsteller” verliehen (”Beste Nebendarstellerin” wurde Kate Winslet). Unüberraschenderweise wählte die Jury Wall-E zum besten Animationsfilm des Jahres. “Bester fremdsprachiger Film” wurde nicht etwa der deutsche Der Baader Meinhof Komplex, sondern Ari Folmans Waltz with Bashir. Steven Spielberg überreichte man den Cecil B. DeMille Award.

>>Alle Gewinner auf einen Blick<<

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Update: I AM LEGEND (2007)

Sonntag, 11. Januar 2009 23:09

Nach der Zweitsichtung auf Blu-ray hat sich meine Meinung über Francis Lawrences I Am Legend zwar nur geringfügig geändert, meine einstige Review gefiel mir allerdings gar nicht mehr, was mich dazu veranlasste, einen gänzlich neuen Beitrag zu tippen. Für alle Interessenten: I Am Legend (2007).

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All about Movie: Comicverfilmungen

Samstag, 10. Januar 2009 13:53

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Seit jeher bedienen sich Filmemacher aus dem Fundus literarischer Werke. Unzählige Drehbücher basieren auf schriftlichen Publikationen, auf belletristischen Romanen, Dramen oder Gedichten also, oder aber sie wurden durch solche inspiriert und suchen keine direkte Verbindung zum ihrem Pendant. Vor allem das breite Spektrum, die Vielzahl und Vielseitigkeit der Werke, und ja, auch der Ideenreichtum und die Qualität sprechen für das Verfilmen eines Buches. Und das nicht selten mit großem Erfolg, denke man doch nur an Meisterwerke wie Francis Ford Coppolas The Godfather, an Paul Thomas Andersons There Will Be Blood oder aber an Peter Jacksons The Lord of the Ring-Trilogie. Dieses Konzept funktioniert unter anderem so gut, weil das moderne Kino zwei besondere Fähigkeiten besitzt: Anhand des immensen Inszenierungsspielraums und ihrer ausdrucks- starken Bildersprache, die sich dank modernisierter Technik keinen Konventionen und Grenzen unterwerfen muss, gelingt es dem Kino, ohne sich dabei aus- schließlich auf Dialoge zu beschränken, jede Geschichte audiovisuell zu erzählen und adäquat umzusetzen, ohne sich vom schriftlichen Vorbild distanzieren zu müssen. Diese visuelle Opulenz ist gleichermaßen Stärke wie Schwäche des Films. Denn wo er das Gedanken- und Zeilenspiel der Literatur mit Bildern füllt und ergänzt, zerstört er die größte Stärke des anderen Mediums fast gänzlich: die Imagination. Daher ist der Vergleich zwischen diesen beiden Medien wenig sinnvoll, da beide Geschichten auf eine völlig andere Art und Weise erzählen. Anders verhält es sich mit Comic Strips und Graphic Novels, die die Stärken des Films, die visuelle Kraft, und die der Literatur, die Vorstellungskraft respektive das so genannte „zwischen den Zeilen (hier wohl eher: Panels) lesen“, vereint. So scheint die Diskrepanz und die Differenz zwischen Film und Comic weitaus weniger groß. Diese Erkenntnis in Kombination mit der Beliebtheit dieser sequenziellen Kunst und seiner „Helden“ erklärt den Erfolg und die Vielzahl der seit der Jahrtausendwende erschienenen Comicverfilmungen. […]

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DVD: INTO THE WILD (2007)

Donnerstag, 8. Januar 2009 18:39

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Es ist eine nachdenkliche, eine einfühlsame Geschichte über das Leben, über Entscheidungen und Isolation, die Sean Penn, basierend auf Jon Krakauers gleichnamiger, biografischer Reportage, erzählt. Sein Film Into the Wild entwirft dabei existenzialistische Fragen, kritisiert die fest strukturierten Gesellschafts- normen und das „eingeschränkte“ Dasein in einer höchst materialistischen Welt. Dabei wird schnell klar, dass Penn seinen Protagonisten Christopher McCandless (überragend: Emile Hirsch), der nach dem bravourösen Abschluss des Studiums ohne Einwilligung seiner konservativen, wohlhabenden Eltern  ein Leben als freier, unabhängiger Mensch in der Wildnis zu leben beginnt, sympathisiert, idealisiert und stellenweise sogar heroisiert, ohne dessen schwer wiegende Entscheidungen nur einmal zu hinterfragen. Denn McCandless, der unter dem Pseudonym „Alexander Supertramp“ zwei Jahre durch die USA Richtung Alaska trampt, erlebt – vom tragischen, aber durchaus unüberraschenden Ende einmal abgesehen – die unberührte Natur als sinnbildliches Ästhetikpanorama, als bild- gewaltiges Gotteswerk, dessen Schönheit und emotionale Kraft überwältigend ist. Natürlich belehrt uns das Ende, der Tod von McCandless durch den Verzehr giftiger Beeren also, eines Besseren. Und doch hält sich sein immenser (dazu gewonnener) Erfahrungsschatz, das Erlebte, das Gesehene und Gefühlte mit McCandless Ableben nicht die Waage, vor allem weil ihm die Risiken und Gefahren dieses naturverbundenen Lebens durchaus bewusst waren. Und doch, trotz dieses fehlenden Ansatzes, ist Penns melancholischer Film sehenswert, wunder- schön fotografiert und von Pearl Jam-Frontmann Eddie Vedder kongenial untermalt. Vielleicht ist Into the Wild nicht der wahrhaftigste Film. Nachdenklich stimmt Penns bisher bestes Werk trotzdem.

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DVD: SHOOT`EM UP (2007)

Montag, 5. Januar 2009 19:27

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Bereits der plakative Filmtitel lässt vermuten, was Shoot`Em Up dem Zuschauer zutraut, was dieser erwarten darf und worauf er sich einstellen und vorbereiten muss. Denn hier, wo Regisseur Michael Davis seine eigene hardcore´sche Bugs Bunny-Elmar Fudd-Analogie mit durchgestylter, stilisierter und überchoreo- graphierter Actiongewalt zelebriert, wo ein Karotte essender und wild um sich schießender Clive Owen alles kurz und klein ballert, was nur annähernd einem feindlichen Handlanger ähnelt, erinnert alles stark an ein cartoonisches und eruptiv-brutales Computerspiel, dessen unverschämt simple Handlung als reiner MacGuffin zu verstehen ist, der nur darauf abzielt, Actionszene an Actionszene zu reihen, ohne dabei nur einmal Luft zu holen. […]

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