Beiträge vom November, 2008

Erster Trailer: THE WRESTLER

Freitag, 21. November 2008 16:38

thewrestler_.jpg

Lange hat er auf sich warten lassen, der erste offizielle Trailer von Darren Aronofskys neuem Sportdrama The Wrestler. Und ja, trotz der fehlenden, für Aronofsky Verhältnisse, typischen visuellen Spielereien machen die ersten Bilder einen überzeugenden Eindruck. Vor allem auf Mickey Rourkes Performance darf man gespannt sein. Und bevor ich´s vergesse zu erwähnen: Aronofskys virtuoser Hofkomponist Clint Mansell, dessen vorausgegangene Partituren unvergesslich erscheinen, zeichnet sich auch hier für den Score verantwortlich.

>>Trailer<<

[via: Equilibrium]

Thema: News | Kommentare (1) | Autor: Kaiser_Soze

Zweitsichtung: TRANSFORMERS (2007)

Mittwoch, 19. November 2008 23:14

transformerspic1.jpg

Trotz vernichtender Kritiken, trotz harscher Beschuldigungen, seine Filme seien “hirnlose Effektorgien”, bleibt Michael Bay sich und seinem einseitigen, wenig ausgeglichenem Œuvre treu. Sein aktueller “Teenie-Actioner” und “Kinderspiel- zeugfilm” Transformers zementiert diese Aussage. Denn diese auf Zelluloid ge- bannte und effektgeladene Zerstörungswut, deren Spielberg´sche Einflüsse un- verkennbar sind, reiht sich nahtlos ein in eine Filmographie, die sich hauptsächlich über ihre Action, ihre Spezialeffekte und technischen Spielereien definiert, die wenig Substanz besitzt, dafür umso mehr Mainstream-Elemente aufweist. Und ja, Transformers ist solch ein Film, zugeschnitten auf die breite Masse, eben für das nach Effekten haschende Jugendpublikum. Warum auch sonst spielt der Männer- schwarm Megan Fox neben Zappelphilipp Shia LaBeouf die weibliche Hauptrolle? Bays cartoonischer, etwas überdrehter Sci-Fi-Streifen versucht seine inhaltliche Leere mit technischem Effekte-Wirr-Warr zu kompensieren. Und doch, trotz der wohl gewaltigsten Materialschlacht aller Zeiten, kann Bays Film seine Schwächen, seine Selbstverliebtheit und Offenkundigkeit, sein unverschämtes Product Place- ment und seine dreiste Militärpropaganda, nicht verschleiern. Bay bleibt nunmal Bay. Und das wird sich wohl auch nie ändern.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (6) | Autor: Kaiser_Soze

Magic Moments: HELLBOY II

Montag, 17. November 2008 20:57

hellboy2ape.jpg

You know I can’t smile without you
I can’t smile without you
I can’t laugh and I can’t sing
I’m findin’ it hard to do anything
You see I feel sad when you’re sad
I feel glad when you’re glad
If you only knew what I’m goin’ through
I just can’t smile without you
You came along just like a song
And brightened my day
Who’da believed that you were part of a dream?
Now it all seems light years away
And now you know I can’t smile without you

[…]

Thema: Zitate | Kommentare (3) | Autor: Kaiser_Soze

Review: KUNG FU PANDA (2008)

Montag, 17. November 2008 20:28

kungfupanda11.jpg

Von ganz alleine schraubte sich die Erwartungshaltung des Publikums nach unten. Denn was sollte man schon erwarten von einem Animationsstudio, das bei seinem letzten Trickfilm nahezu alles falsch gemacht hat? Mit Bee Movie, DreamWorks “bienischem Genre-Debakel”, stieg man eine Liga ab und vergrößerte so den Abstand zum “Animationsmonopolisten” Pixar, das zur gleichen Zeit mit Ratatouille seine Machtstellung untermauerte. Dieses Jahr war es dann wieder soweit: Pixar und DreamWorks stiegen erneut in den Ring. Der Kampf hieß “Wall·E vs. Kung Fu Panda“, “Apokalyptischer Stummfilmtribut vs. fernöstliche Yin Yang-Philosophie”. Und ja, es kam, wie es kommen musste: Andrew Stantons Wall·E “zerschmet- terte” Mark Osbornes “From Zero to Hero”-Chose ohne weiteres, was wohl mehr Pixars schöpferischer Geisteskraft als DreamWorks ideenloser Einfältigkeit geschuldet ist. Dabei legte das “Shrek-Studio” mächtig vor, überraschte mit visueller Opulenz und einer deutlich verbesserten Animationstechnik, selbst der asiatisch angehauchte Hans Zimmer-John Powell-Score schlug eine Verbindung zu Osbornes bildgewaltigen Pseudo-Botschafter. Doch dann scheiterte DreamWorks, wie so oft, an sich selbst. Zwar erzählt Kung Fu Panda ein durchaus nettes, sympathisches Geschichtchen, einige Lacher hier, einige Schmunzler da, und ja, Po, seines Zeichens schusseliger Panda und großer Kampfsport-Fan, ist schon ein (unfreiwillig) komischer Weggefährte. Und doch nützt dies alles wenig, solange der Zuschauer ein inhaltliches Déjà-Vu vorgesetzt bekommt, das er in dieser Ausführung - der vorzeitige Versager wird überraschenderweise zum Helden ernannt - schon etliche Male goutieren durfte. Nichtsdestotrotz: Der Abstand zum Großkonkurrenten Pixar hat sich, zumindest auf technischer Seite, verringert, ansonsten liegen zwischen den beiden Studios noch Galaxien.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (6) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: THE GODFATHER: PART II (1974)

Freitag, 14. November 2008 15:40

godfather_part_poster4.jpg

Francis Ford Coppola hatte es nicht leicht, als Paramount Pictures ihn mit Mario Puzos Bestsellerroman The Godfather beauftragte. Seine Vision eines epischen Mafiafilms wurde vorerst abgelehnt. Die Vorsicht der Studiobosse - schließlich steckte Hollywood Ende der 60er Jahre in einer schweren Krise - war größer als die Risikobereitschaft einen neuen Weg einzuschlagen. Insofern setzte Para- mount Pictures Coppola unter Druck, man beobachtete stets seine Arbeit und kontrollierte die Produktion. Und doch gelang es ihm, seine Vorstellungen adäquat umzusetzen. Coppola überzeugte das Studio mit einem cineastischen Meisterstück, dem Beginn einer komplexen Familienchronik, die er mit Teil eins hätte abschließen können. Coppola aber hatte anderes im Sinn: Er wollte die Geschichte ausbauen, sie weiterstricken. Er erkannte das Potential von Puzos gleichnamigen Roman und drehte mit Einwilligung des Studios eine Fortsetzung, bei der Coppola mehr Verantwortung und Entscheidungskraft besaß. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (4) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: THE GODFATHER (1972)

Samstag, 1. November 2008 23:29

godfatherbrando.jpg

Vorbei waren die Zeiten der “Goldenen Ära”, vorbei die Zeit des klassischen Hollywoodkinos und des strukturellen Studiosystems. Hollywood steckte Ende der 60er Jahre in einer schweren Krise, sowohl in wirtschaftlicher als auch künst- lerischer Hinsicht. Denn das Kino dieser “Epoche” bediente die eskapistischen Bedürfnisse des Publikums und ging so jeder Konfrontation und Gesellschaftskritik aus dem Weg. Der Film als Traummaschine also, als Flucht aus der Realität und dem Alltag. Mit den Folgen der Kuba-Krise und des Kalten Krieges, der 68er-Be- wegung und dem Wandel der Gesellschaftsideale schien eben jene Flucht, eben jenes Verschließen vor der Realität als nicht mehr tragbar. Dieser zu erwartende Umbruch hinterfragte nicht nur die Werte einer ganzen Nation, auch das tra- ditionelle Kino mit all seinen bewährten Konventionen, seinen Formen und Inhalten schien “tot”, schien an einen toten Punkt angelangt zu sein. Folglich entwickelte das amerikanische Kino eine Eigendynamik, es dekonstruierte Genre-Konventionen, es wurde politischer, kritischer und verantwortungsbewusster und pfiff regelrecht auf die Intentionen des Studiosystems und ihrer Bosse. Kurz: Das Kino revolutionierte sich, wurde moderner und toleranter und mutiger. Als einer der bedeutendsten Filme dieser für die Filmgeschichte unabdingbaren Epoche gilt Francis Ford Coppolas großes Meisterwerk The Godfather (1972), das zwar end- gültig den Niedergang der Goldenen Ära einläutete, allerdings ebenso als Beginn und Mitbegründer des “neuen Hollywoods” zu verstehen ist. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (11) | Autor: Kaiser_Soze