Review: THERE WILL BE BLOOD (2007)

Es vergehen Minuten, ja, eine halbe Ewigkeit, ehe das erste Wort ertönt, ehe es nicht mehr nur die Bilder sind, die eine Geschichte erzählen, eine emotionale Geschichte über Öl, über Blut, über die Anfänge des “reinen” Kapitalismus und über Amerika. Diese einprägsame und nachhaltige Szene, in der ein aggressiv-zorniger, ein bedrückend-unruhiger Score als Gegenstück zu eben jenen Bildern zu verstehen ist, dessen elegische Klänge keine unterstützende, sondern eine narrative Rolle einnehmen, erinnert nicht nur an Stanley Kubricks virtuoses Handwerk, diese starren, ja, gar sturen Kameraeinstellungen, die geradezu die Nähe zu ihren Figuren suchen, sie führt ein in ein episches, ein historisches, ein emotionales Meisterwerk, geschrieben, inszeniert und produziert von Regie-Wunderkind Paul Thomas Anderson, der mit There Will Be Blood ein cineastisches Denkmal setzt - vielschichtig, komplex, großartig - und einlädt zu einer lehrreichen, einer imposanten Lernstunde über das Filmemachen. Natürlich lässt sich solch ein Mammutwerk nicht in fünf Sätzen zusammenfassen, erläutern oder gar greifbar machen. Da ich ehrlicher Weise nicht mehr zu erzählen habe als mein Blogger- kollge Mr. Vincent Vega, dessen umfassende Review es genau auf den Punkt trifft, bin ich mal so dreist, spar mir die Zeit und die geistigen Ergüsse und verlinke schlicht auf sein Review.





Mittwoch, 27. August 2008 13:55
…für das ich zumindest in den comments eher belächelt wurde.
Aber die zweite Sichtung hat es zementiert: Das ist bereits ein Instant Classic.
Mittwoch, 27. August 2008 17:11
Dem ist eindeutug nichts hinzuzufügen. Außer das die deutsche DVD unter aller Sau ist.
Mittwoch, 27. August 2008 20:31
@ MVV
Die haben den einfach nur nicht verstanden.
@ Kaltduscher
Die Verleih-DVD hat ein durchaus gutes Bild.
Mittwoch, 27. August 2008 21:26
Ich meinte nicht von der Qualität der Scheibe, sondern von der Qualität der Verpackung
Donnerstag, 28. August 2008 18:36
“There Will Be Blood”. Das ist wahrhaftiges Kino in seiner schönsten Form - von einem außergewöhnlichen Filmemacher. Grandios, einfach nur grandios.