Beiträge vom August, 2008

Review: THERE WILL BE BLOOD (2007)

Dienstag, 26. August 2008 21:48

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Es vergehen Minuten, ja, eine halbe Ewigkeit, ehe das erste Wort ertönt, ehe es nicht mehr nur die Bilder sind, die eine Geschichte erzählen, eine emotionale Geschichte über Öl, über Blut, über die Anfänge des “reinen” Kapitalismus und über Amerika. Diese einprägsame und nachhaltige Szene, in der ein aggressiv-zorniger, ein bedrückend-unruhiger Score als Gegenstück zu eben jenen Bildern zu verstehen ist, dessen elegische Klänge keine unterstützende, sondern eine narrative Rolle einnehmen, erinnert nicht nur an Stanley Kubricks virtuoses Handwerk, diese starren, ja, gar sturen Kameraeinstellungen, die geradezu die Nähe zu ihren Figuren suchen, sie führt ein in ein episches, ein historisches, ein emotionales Meisterwerk, geschrieben, inszeniert und produziert von Regie-Wunderkind Paul Thomas Anderson, der mit There Will Be Blood ein cineastisches Denkmal setzt - vielschichtig, komplex, großartig - und einlädt zu einer lehrreichen, einer imposanten Lernstunde über das Filmemachen. Natürlich lässt sich solch ein Mammutwerk nicht in fünf Sätzen zusammenfassen, erläutern oder gar greifbar machen. Da ich ehrlicher Weise nicht mehr zu erzählen habe als mein Blogger- kollge Mr. Vincent Vega, dessen umfassende Review es genau auf den Punkt trifft, bin ich mal so dreist, spar mir die Zeit und die geistigen Ergüsse und verlinke schlicht auf sein Review.

Thema: Kurzreviews | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze

News: DEATH RACE - Trailer

Sonntag, 24. August 2008 19:59

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Ohne Frage, der Trailer verspricht wahrlich keinen großen Film, alleine die Besetzung - Jason Statham in seiner xten Actionkillerrolle - spricht Bände. Aber: Death Race scheint ganz schön spaßiges Popcornkino zu werden, inhaltlich aller Vorraussicht nach ebenso flach wie oberflächlich, nichtsdestotrotz könnte Paul W.S. Andersons neuer Sci-Fi-Actionthriller durchaus für kurzweilige Unterhaltung sorgen, auch wenn er womöglich absoluter Mist ist: Death Race-Trailer

Thema: News | Kommentare (2) | Autor: Kaiser_Soze

Kino: THE DARK KNIGHT (2008)

Samstag, 23. August 2008 17:21

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Because… he´s the hero Gotham deserves… but not the one it needs right now. So we´ll hunt him, because he can take it. Because he´s not our hero… he´s a silent guardian, a watchful protector… a dark knight“, erklärt der nun beförderte Commissioner Gordon seinem jungen Sohn. Dann: Die Kinoleinwand, sie wird für einen kurzen Moment dunkel, schwarz wie die Nacht, bevor das legendäre Bat- man-Logo erscheint, bevor dieses ambivalente Kultsymbol endgültig den Abspann einleitet, den Zuschauer sozusagen wieder in die reale Welt holt. Denn The Dark Knight, das ist kein konventionelles Actionheldenkino, wie man es seit Jahren “ertragen muss”, wie es von unzähligen Genrekollegen praktiziert wird, Chris- topher Nolans Batman-Sequel ist mehr als nur eine dieser Comicverfilmungen, in der die Grenze zwischen Gut und Böse deutlich zu erkennen ist. The Dark Knight ist ein episches Genre-Meisterwerk, das ein eigenes “Comic”-Universum erschafft - so vielschichtig, so politisch, so groß. Christopher Nolan, er erzählt viel von seinem “Helden”, seinem dunklen Ritter und von Gotham Citys sozial-politischem System. Die Welt, die Nolan erschafft, wird getragen von einer intimen, einer komplexen Figurenkonstellation, von deren Beziehungen zueinander und seinen doppelbödigen Charakteren. Vieles deutet also darauf hin, dass dieser sicherlich übertriebene Hype, der sich um The Dark Knight dreht, nicht völlig unberechtigt, dass er teilweise sogar nachzuvollziehen ist. Denn kaum eine Comicverfilmung (mit Ausnahme von Burtons “Batman Returns”) erscheint so schwer greifbar, so komplex und in sich geschlossen und funktioniert gleichzeitig auf so vielen Ebe- nen. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (15) | Autor: Kaiser_Soze

Blu-ray: CLOVERFIELD (2008)

Mittwoch, 13. August 2008 19:39

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Diese Review enthält Spoiler!

Er spielte mit der Erwartungshaltung der Filmgemeinschaft, machte sich deren Interesse und Neugier mit einer medialen, unglaublich vielseitigen Werbe- kampagne zum Vorteil und präsentierte dem Filmvolk nicht nur etliche Trailer, die ebenso wenig zeigen wie aussagen, sondern stellte ebenso mysteriös an- mutende und “versteckte” Webseiten ins Internet und veröffentlichte fiktive Nachrichtensendungen auf dem Videoportal YouTube. Und ja, J.J. Abrams´ verschleiertes Geheimnis um seinen in Handkamera-Stil gedrehten “Monsterfilm” Cloverfield sorgte schon im Vornherein für großes Aufsehen und zog einen nicht in diesem Ausmaße geplanten Hype nach sich. Und trotz originellem, wenn auch nicht innovativem Drehstil, trotz dem ungewöhnlichen und dennoch funktio- nierenden Fokus, trotz einer medialen Marketingspirale und trotz der großen Medienpräsenz hebt sich Cloverfield, rein inhaltlich betrachtet, nur wenig bis gar nicht von seinen “großen” Genrevorbildern ab. Sicherlich verleiht die im Blair Witch Project-Stil gehaltene Visualisierung dem Film Authentizität, Gefährlichkeit und Bedrohlichkeit, erinnerten bereits die ersten “Filmschnippsel” doch an 9/11, an einen Tag des Terrors, an Menschen in Panik, Hilflosigkeit und Unbeholfenheit. Dieses Schreckensszenario, diese nur schwer zu ertragende Unwissenheit in einer Situation, die ohnehin schon Vieles abverlangt, verwenden J.J Abrams und Regisseur Matt Reeves als “Katastrophengerüst”, sie nutzen noch nicht ver- drängte Emotionen für eine einfache Idee aus - einen Monsterfilm, ganz im Stile traditioneller Genrefilme. Was Cloverfield von diesen allerdings unterscheidet, ist sein gewollt “stillos” wirkendes Handwerk, dieses auf “Anders” getrimmte Filmspektakel. Cloverfield hat durchaus seine Momente, ist atmosphärisch dicht und besitzt trotz konventioneller Zugeständnisse ein umso unkonventionelleres und konsequentes Ende. Das ist kein Kino der alten Schule. Cloverfield ist ein ereignisreiches, substanzloses und unglaubwürdig gespieltes Einmalspektakel, irgendetwas zwischen Mach- und Meisterwerk. Das ist Kino 2.0. Willkommen im Jahr 2008!

Thema: Kurzreviews | Kommentare (3) | Autor: Kaiser_Soze

Magic Moments: ED WOOD

Dienstag, 5. August 2008 20:44

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And cut! Print. We’re moving on. That was perfect.” - “Perfect? Mr. Wood, do you know anything about the art of film production?” - “Well, I like to think so.” - “That cardboard headstone tipped over. This graveyard is obviously phony.” - “Nobody will ever notice that. Filmmaking is not about the tiny details. It’s about the big picture.” - “The big picture?” - “Yes.” - “Then how ’bout when the policemen arrived in daylight, but now it’s suddenly night?” - “What do you know? Haven’t you heard of suspension of disbelief?

- Johnny Depp alias Edward D. Wood, Jr. und Clive Rosengren alias Ed Reynolds in Tim Burton´s Ed Wood

Thema: Zitate | Kommentare (4) | Autor: Kaiser_Soze