Review: THERE WILL BE BLOOD (2007)
Dienstag, 26. August 2008 21:48

Es vergehen Minuten, ja, eine halbe Ewigkeit, ehe das erste Wort ertönt, ehe es nicht mehr nur die Bilder sind, die eine Geschichte erzählen, eine emotionale Geschichte über Öl, über Blut, über die Anfänge des “reinen” Kapitalismus und über Amerika. Diese einprägsame und nachhaltige Szene, in der ein aggressiv-zorniger, ein bedrückend-unruhiger Score als Gegenstück zu eben jenen Bildern zu verstehen ist, dessen elegische Klänge keine unterstützende, sondern eine narrative Rolle einnehmen, erinnert nicht nur an Stanley Kubricks virtuoses Handwerk, diese starren, ja, gar sturen Kameraeinstellungen, die geradezu die Nähe zu ihren Figuren suchen, sie führt ein in ein episches, ein historisches, ein emotionales Meisterwerk, geschrieben, inszeniert und produziert von Regie-Wunderkind Paul Thomas Anderson, der mit There Will Be Blood ein cineastisches Denkmal setzt - vielschichtig, komplex, großartig - und einlädt zu einer lehrreichen, einer imposanten Lernstunde über das Filmemachen. Natürlich lässt sich solch ein Mammutwerk nicht in fünf Sätzen zusammenfassen, erläutern oder gar greifbar machen. Da ich ehrlicher Weise nicht mehr zu erzählen habe als mein Blogger- kollge Mr. Vincent Vega, dessen umfassende Review es genau auf den Punkt trifft, bin ich mal so dreist, spar mir die Zeit und die geistigen Ergüsse und verlinke schlicht auf sein Review.
Thema: Kurzreviews | Kommentare (5) | Autor: Kaiser_Soze








