Magic Moments: BROKEBACK MOUNTAIN

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“Jack, I swear…” – Heath Ledger alias Ennis del Mar in Ang Lee´s Brokeback Mountain

Autor: Anthony
Datum: Sonntag, 27. Juli 2008 13:09
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13 Kommentare

  1. 1

    Das ist schon kein Magic Moment mehr, diese Szene hat mich damals 10 Minuten nicht mehr atmen lassen. ;(

    Der Film ist so groß, da fehlt mir einfach sowieso jedes Wort.

  2. 2

    Ich finde den Film ja total überschätzt. Eine nett erzählte Liebesgeschichte, deren Protagonisten zufällig schwul sind. Gut – mehr aber auch nicht!

    *duckundwegrenn* ;-)

  3. 3

    @MVV

    Dieses Ende, dieses so traurige und doch so hoffnungsvolle Ende hat mich so sprachlos werden lassen, wie kein anderes zuvor. Wahnsinnsfilm.

    @Mediensucht.

    Total überschätzt wohl kaum. Das zeigt nur, wie wenig Bedeutung du ihm zusprichst. Eine Bedeutung, die in vielen Köpfen noch nicht angekommen ist. Leider.

    Es geht in BM um mehr als nur um Liebe, es geht um so viel mehr. Ich pack jetzt zwar ne alte, vebrauchte Floskel aus, aber so ist das nun mal: Du hast den Film nicht verstanden. Ebenso wenig wie Lees Intentionen.

  4. 4

    Dieses “Du/Ihr habt den Film nicht verstanden”, nur weil jemand nicht seine eigene Meinung teilt halte ich für unangebracht.

  5. 5

    Und wieso? Ich bin kein Freund solcher Floskeln und ich verwende sie im Regelfall auch nicht, aber hier scheint mir das doch reichlich passend.

    Schau dir die anderen Comments auf diesem Blog an. Da sind viele nicht meiner Meinung. Und trotzdem ist mir oben getippte Floskel bisher noch nicht “rausgerutscht”.

  6. 6

    Na gut, dass muss jeder mit sich selbst ausmachen, ob er sich im Glauben wähnt im Falle von Kunst als Einziger den Durchblick und den Film verstanden zu haben. Das lässt sich aber – wie ich an anderer Stelle schon schrieb und dann von Vega mit dem 2. dümmsten Posting des Jahres “beschimpft” wurde – dann generell anwenden. Genauso gut kann man sagen, dass du LIFE OF BRIAN nicht verstanden hast, geschweige denn die Intention von Monty Python. Und so weiter und so fort. Es muss doch nicht jeder BM für ein zeitloses Meisterwerk halten – das ist alles was ich sagen wollte ;)

  7. 7

    Das mich jetzt keiner falsch versteht. Ich akzeptiere Meinungen anderer schon. Und ich kann auch Vieles nachvollziehen und somit verstehen, wieso oder wieso auch nicht jemand einen Film gut findet. Und natürlich kann man diese Floskel immer anwenden.

    Aber: Wenn es um BM geht, und man sagt mir, dass sei nur eine nett erzählte Liebesgeschichte, dann hat derjenige den Film wohl nicht verstanden. Sorry.

    Ich sag ja auch nicht, LIFE OF BRIAN ist eine “unlustige Historienparodie”. Das würde ebenso das Ziel verfehlen, wie es oben der Fall ist.

  8. 8

    Das Missverständnis, der Film erzähle eine beliebige Geschichte, die so heteronormativ gestrickt sei, dass die Protagonisten eben nur “zufällig schwul” wären, ist ja tatsächlich etwas weiter verbreitet. Ich denke BBM ist bei allem, was über das Wesen von Liebe zu berichten weiß, bei aller universellen Durchschlagskraft schon sehr wohl eine sehr schwule Geschichte über schwule Befindlichkeiten, schwule gesellschaftliche Ausgrenzung und den Kampf gegen die eigene Natur. Das alles ist er auf eine so kluge, wahre, bittere Weise, dass ich eben wirklich die Klassifizierung als Meisterwerk für unumgänglich halte. Ang Lee steigt hier zum besten Melodramenregsiseur seit Douglas Sirk auf.

  9. 9

    Der Mensch hat es ja nun an sich, immer in die gleichen Verhaltensweisen zu verfallen. Wenn er eine Beziehung zwischen zwei Menschen nicht akzeptiert (sei es nun zwischen schwarz und weiß, jung und alt, reich und arm, Mann und Mann oder Frau und Frau), führt das meist zu ähnlichen tragischen Verhältnissen. Insofern kann ich tatsächlich keine großen Unterschiede feststellen zu ebenso gelagerten Liebesgeschichten. Haltet mich für arrogant, aber für mich ist und bleibt BM überbewertet. Es gibt viele tiefgründige Liebesfilme, die genauso gut sind. Und da will ich solche “Beleidigungen” (keine Angst, ich sehe das eher locker) nicht einfach so stehen lassen. Dass Zuschauer einen Film unterschiedlich wahrnehmen, weil sie sich mehr oder eben weniger in einem Film wiederfinden, ist eine “Regel”, die auch für BM gelten muss!

  10. 10

    Insofern kann ich tatsächlich keine großen Unterschiede feststellen zu ebenso gelagerten Liebesgeschichten.

    BM ist und bleibt eben nicht nur eine Liebesgeschichte. Es geht ebenso um die gesellschaftliche Ausgrenzung homosexueller Affären/Liebschaften, wie man als aktive bzw. passive Person mit diesem Thema umgeht und welche Auswirkungen das haben kann. Das ist eine komplexe Beziehungskonstellation und nicht eine universelle Liebesgeschichte, die mit suspensevoller Tragik angereichert ist.

    Wenn es so viele tiefgründige Liebesfilme gibt, die BM nur ansatzweise das Wasser reichen, dann zähl mir doch bitte ein paar auf.

  11. 11

    Kaiser_Soze, ich schrieb doch nun gerade, dass es nicht “nur” eine Liebesgeschichte ist. Ich schrieb von nicht akzeptierten Beziehungen. Du tust ja so, als hätte es Romeo und Julia nie gegeben. Da wird immer Normalität im Umgang mit Homosexualität gefordert und dann hebt man so einen Film wie BM in den Himmel und jede Kritik wird als Dummheit abgestempelt. Ich versteh’s nicht!

  12. 12

    Moment, ich habe deine Kritik doch nicht als Dummheit abgestempelt. Versteh mich nicht falsch.

    Allerdings: Shakespeares Tragödie ist in keinster Weise so vielschichtig, komplex und mehrdimensioal wie BM. Ausführungen spar ich mir jetzt mal.

  13. 13

    Shakespeares Tragödie ist in keinster Weise so vielschichtig, komplex und mehrdimensioal wie BM.

    Das spiegelt auch nicht meine Meinung wieder.

    Wenn es so viele tiefgründige Liebesfilme gibt, die BM nur ansatzweise das Wasser reichen, dann zähl mir doch bitte ein paar auf.

    Far From Heaven z.B. – sehe ich von seinem Inhalt und seiner Intention nicht großartig unterschiedlich zu BBM. Period Piece über Hausfrau, die sich der kulturellen Gepflogenheiten unterjochen muss, dabei Liebe zum afro-amerikanischen Gärtner entwickelt, die jedoch allein wegen der Hautfarbe nicht durchsetzbar ist.

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