Beiträge vom Mai, 2008

Retro: RAIDERS OF THE LOST ARK (1981)

Dienstag, 27. Mai 2008 19:55

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Erkennt man in ihm nur den abgebrühten Geschäftsmann und nicht den visionären Filmemacher, dann hat das sicherlich seine Gründe. Was George Lucas allerdings filmisch umsetzte, wie er aus einer einfachen, aber umfangreichen Idee die größte und finanziell erfolgreichste Science-Fiction-Saga aller Zeiten erschuf, das sollte man schon honorieren, es als subtiles, transzendentes Meisterwerk eines vielleicht introvertierten, polarisierenden Regisseurs anerkennen. Natürlich sind seine Vermarktungsmethoden fragwürdig und lassen Lucas als geldgierigen Filmindustriellen dastehen. Trotzdem geniest Star Wars, der 1977 einen bis heute ungebrochenen Hype auslöste, unter Fans Kultstatus. Und das nicht ohne Grund, gilt dieser als Meilenstein seines Genres und als künstlerische, unkonventionelle Meisterschöpfung seines “Vaters”. Kaum macht sein Sternenepos ihn zur reichen Persönlichkeit, setzt er 1978 ein weiteres Projekt in Gang, das ihn sogar vor den Dreharbeiten zu Star Wars beschäftigt haben soll. Indiana Smith sollte er vorerst heißen, der von Lucas geplante Abenteuerfilm und gleichnamige promovierte Archäologe, der sich mit okkulten Phänomenen beschäftigt und nach religiösen Reliquien sucht. Bereits 1974 kontaktierte er den Drehbuchautor Philip Kaufman, mit dem er zusammen an der ersten ideenreichen Drehbuchvorlage arbeitete. Bevor das Skript allerdings erste Züge annehmen konnte, wurde die Zusammenarbeit eingestellt, denn Kaufman sollte für Clint Eastwood das Drehbuch zu The Outlaw Josey Wales verfassen. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (8) | Autor: Kaiser_Soze

All about Movie: MacGuffin

Sonntag, 25. Mai 2008 23:16

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Er wird nicht umsonst “Master of Suspense” genannt, der gebürtige Brite Alfred Hitchcock. Schließlich versteht er es wie kein Zweiter, mit einfachen Mitteln, einem sensiblen Gespür und perfektem Timing die Spannung ins Unermessliche zu steigern. Und da der Thriller in großen Teilen von einer angespannten Atmosphäre und einer bedrückenden Spannung lebt, ist es genau dieses Genre, das Hitchcock so beeinflusste und noch heute beeinflusst. Sein bekanntestes Stilmittel, Suspense und damit Spannung aufzubauen, ist der “MacGuffin”, ein von Hitchcock geprägter Begriff, der ein mehr oder weniger beliebiges Objekt oder eine Person darstellt, die alleine dem Zweck dient, die Handlung auszulösen, voranzutreiben oder eben packender zu gestalten. Dabei schreibt man dem MacGuffin selbst keine große Bedeutung zu, er ist selbst ohnehin nicht von großem Interesse. Alfred Hitchcock definierte den Begriff so: “Es könnte ein schottischer Name sein aus einer Geschichte über zwei Männer, die Zug fahren. Der eine Mann fragt: ‚Was ist das für ein Päckchen in der Gepäckablage?‘. ‚Nun‘, sagt der andere Mann, ‚das ist ein MacGuffin.‘ ‚Was ist ein MacGuffin?‘ ‚Ein MacGuffin ist ein Apparat, um im Schottischen Hochland Löwen zu fangen.‘ ‚Aber im Schottischen Hochland gibt es doch gar keine Löwen.‘ ‚Nun, dann ist es eben auch kein MacGuffin.‘ Sehen Sie, ein MacGuffin ist gar nichts.” Diese Anekdote unterstreicht geradezu die Beliebigkeit eines MacGuffin, der in heutigen Produktionen ebenso häufig verwendet wird wie noch vor rund 70 Jahren. Als aktuelle Beispiele halten der Allspark aus Michael Bays Transformers, ein Artefakt, das den Maschinen auf Cybertron einst das Leben schenkte, oder der eine Ring aus “Der Herr der Ringe”-Trilogie her. Slavoj Zizek, ein aus Slowenien stammender Philosoph und Kulturkritiker, hält den Ring in Richard Wagners Ring des Nibelungen als den “größten MacGuffin aller Zeiten”. Er beschreibt den MacGuffin so: “MacGuffin ist eindeutig objet petit a: der Mangel, das Überbleibsel des Realen, das die symbolische Bewegung der Interpretation in Gang setzt, eine Lücke im Zentrum der symbolischen Ordnung, der bloße Anschein eines zu erklärenden, zu interpretierenden ‘Geheimnisses’.” und führt ihn so als Objekt der Begierde oder des Begehrens an, das allerdings unerreichbar ist. Aber auch banale Dinge wie ein Koffer (Ronin, Pulp Fiction), ein geheimes Dokument oder gar ein Teppich (The Big Lebowski) dürfen sich einreihen. Wichtig ist nur, die Story wird in Gang gesetzt, der Span- nungsbogen durch Konflikte und präkere Situationen aufgebaut und/oder die Rahmenhandlung eingeschlossen. Der Inhalt, der Ursprung, die Herkunft etc. sind dabei von untergeordneter Bedeutung. Der MacGuffin besitzt also starken Symbolcharakter. Und ist aus der Filmgeschichte nicht mehr wegzudenken.

Thema: All about Movie | Kommentare (10) | Autor: Kaiser_Soze

Kino: INDIANA JONES…

Samstag, 24. Mai 2008 0:55

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… and the Kingdom of the Crystal Skull (2008) - Diese Review enthält Spoiler!

Seine Jagd nach verlorenen Schätzen ist legendär, sein schier unverschämtes Glück, das ihm stets zur Seite steht, auch. Henry Jones jr. ist der wohl berühmteste Archäologe der Filmwelt und zugleich der begnadetste und furchtloseste Abenteurer seiner Zeit, ein komplexer Charakter eben, mit Ecken und Kanten, der gerne in ausweglose Situationen gerät, sich aber immer zu helfen weiß. Indiana Jones, oder auch Indy, wie er sich selbst nennt und genannt wird, dessen Markenzeichen der unverkennbare Fedora-Filzhut und die Peitsche ist, gilt als Meisterkreation zweier Filmemacher, die sich gesucht und gefunden haben, und die darüber hinaus zu den erfolgreichsten Mainstream-Regisseuren aller Zeiten gehören: Während sich George Lucas, Schöpfer des Star Wars-Imperiums, als Ideengeber, Produzent und “Vater” von Indiana Jones verantwortlich zeichnet, ist es Altmeister Steven Spielberg, der die Abenteuerfilme virtuos in Szene setzt. Mit Raiders of the Lost Ark von 1981, also dem ersten Teil der jetzigen Tetralogie, schrieben Lucas und Spielberg Filmgeschichte, lösten sie doch einen wahren Indy-Kult aus, der bis heute anhält. Anders kann der mediale Hype um den aktuellen vierten Teil des Franchise nicht erklärt oder gedeutet werden. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (13) | Autor: Kaiser_Soze

Wenn Geld auf Bäumen wächst

Montag, 19. Mai 2008 17:00

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Wer kennt das nicht? Man geht ins Kino, bezahlt die Vorstellung und hat sich schon daheim fest vorgenommen, dieses Mal kein Knabberzeugs und/oder ein Getränk zu kaufen. Schließlich ist der Film an sich schon teuer genug. Meine Wenigkeit geht deswegen eigentlich nur am Kinotag, bei uns Dienstags, ins Kino und findet die 4,50 € pro Vorstellung relativ fair. Wie oben schon erwähnt, bleibt es natürlich nicht dabei. Kaum geht man am Kiosk vorbei, schon trägt man Nachos in der einen und Cola in der anderen Hand. Da sind schnell einmal 10 € weg. Bei den Benzinpreisen sollte man auch die Spritkosten berücksichtigen, aber ich will mal nicht so pingelig sein. Gestern allerdings hat´s mich fast von den Socken gehauen: Wir sind “außerplanmäßig” ins Kinopolis gegangen, um den (leider geschnittenen) Iron Man zu sehen. Alleine des Cuts wegen wollte ich den Film bykottieren, aber die Langeweile und die Vorfreude stimmten mich dann doch um. Diese Vorfreude verflog allerdings ziemlich schnell als die Ticketverkäuferin mir den Karten- einzelpreis nannte: 8,70 €! Und das an einem Sonntag, für einen Film ohne Überlänge, der auch noch cut ist! Klar, wir hatten die besten Plätze, ganz hinten, Mitte. Aber trotzdem ist das imho pure Abzocke. Zum Glück bin ich Besitzer einer sogenannten OTTO-Card, die mir die Kinokarte für 7,40 € ermöglicht, was immer noch nicht preiswert ist. Da wundert sich die Kinolandschaft auch noch, wieso die Besucherzahlen zurückgehen. Frechheit ist das! Ich werde bestimmt nicht mehr an einem anderen Tag ins Kino gehen. Oder ich warte einfach den DVD-/Blu-ray-Release ab.

Thema: Sonstiges | Kommentare (11) | Autor: Kaiser_Soze

Wenn der Sommer kommt!

Dienstag, 13. Mai 2008 17:14

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Seit zwei Wochen habe ich nun schon Urlaub. Und ja es ist herrlich: ich schlafe aus, gehe kaum Verpflichtungen nach und mache so ziemlich alles, was ich will. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, den ungesehenen DVD-Stapel anzuschauen, viele Beiträge zu posten respektive Reviews zu verfassen. Aber irgendwie will das nicht so klappen. Dafür ist mir das Wetter momentan zu gut. Ich bekomme ja fast schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich daheim vorm Monitor oder der Glotze hänge. Wie wird das also im Hochsommer sein? Kaum Beiträge? Ich hoffe doch nicht und versuche dem die Waage zu halten. Geht das denn nur mir so?

Thema: Sonstiges | Kommentare (15) | Autor: Kaiser_Soze

Intermoviession feiert Einjähriges!

Dienstag, 6. Mai 2008 13:35

Seit genau einem Jahr ist intermoviession.de nun schon offiziell online. Seit einem Jahr also gehe ich euch Lesern mit meinen Filmbeiträgen auf die Nerven. Kaum zu fassen, wie schnell die Zeit vergeht, wie aus einer kleinen Spielerei ein großes Hobby geworden ist. Da ich kein Freund großer Ansprachen bin, halte ich mich kurz:

Ich möchte mich bei meinen treuen Lesern bedanken, für die zahlreichen Kommentare, die interessanten Diskussionen und dem erfreulichen Feedback. Ich werde auch weiterhin versuchen, lesenswerte und informative Beiträge zu posten. Auf ein weiteres Jahr also. Danke!

Thema: Sonstiges | Kommentare (15) | Autor: Kaiser_Soze

Retro: DU RIFIFI CHEZ LES HOMMES (1955)

Montag, 5. Mai 2008 22:53

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Während der frühen 1950er Jahre herrschte in den Vereinigten Staaten Amerikas die so genannte McCarthy-Ära, geprägt und verfolgt durch den damaligen US- Senator Joseph McCarthy. Zu dieser Zeit bestimmten antikommunistische Ver- schwörungstheorien und Diffamierungen das politische Geschehen. Vermeint- liche Kommunisten wurden ihres Amtes enthoben und vor dem “Komitee für un- amerikanische Aktivitäten” denunziert. Das Ziel lag seinerzeit in der Unterwan- derung der amerikanischen Gesellschaft durch anders eingestellte (politische) Gruppierungen.

Einer vieler Opfer dieses fragwürdigen politischen Instruments war der in Amerika geborene Jules Dassin, seines Zeichens Filmregisseur, Drehbuchautor und Produ- zent, der durch seine Films noir Brute Force (1947), The Naked City (1948) und Thieves´ Highway (1949) bekannt wurde. Dassin wurde 1950 als Kommunist gebrandmarkt und vor oben genanntem Komitee denunziert. Seine Filmkarriere in den USA galt somit als vorzeitig beendet. In Europa wollte Dassin seine Arbeit fortführen. Seine “amerikanische” Vergangenheit machte ihm allerdings abermals einen Strich durch die Rechnung, als unter europäischen Produzenten bekannt wurde, dass in den Staaten keiner seiner Filme mehr vertrieben wird. Potentielle Aufträge blieben aus, sein Vermögen schrumpfte. Jules Dassin verarmte. Aus Geldnot begann Dassin 1955 daher die Arbeit an seinem ersten europäischen Film: Du rififi chez les hommes, zu deutsch Rififi, der unter Kritikern für Begei- sterungsstürme sorgte und zum Publikumsliebling der 1955er Filmfestspiele in Cannes avancierte. Heute gilt Dassins klassisches Film-noir-Meisterwerk als “Mutter aller Heist-Movies”. […]

Thema: Filmkritiken | Kommentare (4) | Autor: Kaiser_Soze

News: THE DARK KNIGHT - HD-Trailer

Sonntag, 4. Mai 2008 16:33

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Letzte Woche kursierte der neue The Dark Knight-Trailer in unfassbar schlechter Qualität im Internet. Seit heute morgen darf man den (absolut geilen) HD-Trailer von Nolans Batman-Sequel in bestechender Bildqualität bestaunen. Und ja, es lohnt sich. Man darf sich also noch mehr auf den 28. August freuen.

Thema: News | Kommentare (3) | Autor: Kaiser_Soze