Tim Burton - The Melancholy Death…
… of Oyster Boy & Other Stories
Zwischen seiner abgedrehten Sci-Fi-Hommage Mars Attacks! (1996) und seiner schwarzromantischen Legendenerzählung Sleepy Hollow (1999) veröffentlichte Tim Burton das 128-seitige Buch The Melancholy Death of Oyster Boy & Other Stories. Den Leser erwarten 23 makaber-skurrile Erzählungen über missverstandene Außenseiter, Jungs und Mädchen, deren Äußeres der Norm widerspricht, ähnlich wie in Edward Scissorhands, und die von der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Die typisch burton´schen Kurzgeschichten, verfasst in unterschiedlichen Reimschemata, handeln vom Tod, von Akzeptanz, von Eltern-Kind-Beziehungen und von Isolation. Unterstützt werden die Geschichten von simpel gezeichneten, makaber, aber komischen Illustrationen, die an den Stil von Burton´s Nightmare before Christmas erinnern. Mit The Melancholy Death of Oyster Boy & Other Stories werden Fans des Meisterregisseurs auf ihre Kosten kommen. Die gebundene englischsprachige Ausgabe kann man derzeit bei amazon.de für ca. 13,50 € bestellen.





Samstag, 23. Februar 2008 0:29
Ich mag ja deine Seite und die meisten deiner Reviews
- aber hier muss ich dir ganz klar widersprechen. Hatte mir - als Burtonfan - das Buch gekauft und wurde dann bitter enttäuscht. Die Geschichten sind extrem kurz, durchschnittlich 3-4 Seiten und dabei mit gut 2-fachem Zeilenabstand geschrieben. Die Reimschemen sind zumeist lyrisch gesehen sehr schwach und die Geschichten sind im Grunde kleine “Und die Moral von der Geschicht”-Ausweitungen. Höchstens zwei der Storys fand ich unterhaltsam, im Grunde wurde ich als Burton-Fan jedoch enttäuscht. Der hohe Preis für diese Prosa ist dabei eine Frechheit, wenn man bedenkt dass man bei Reclam für ein Drittel des Preises oft ein vierfaches an Text bekommt.
Mein Rat: Nicht kaufen!
(Entschuldige die harschen Worte)
Samstag, 23. Februar 2008 8:31
Ich kann deine Worte gut verstehen. Aber ich denke, dass du mit den falschen Erwartungen an das Buch gegangen bist. Wer Burtons Filme kennt, und dann die Geschichten (ich hätte es oben erwähnen sollen, dass diese wirklich sehr kurz sind) liest, entdeckt unweigerlich die Parallelen. Mir gefällt das Buch schon der Zeichnunen wegen. Und bezüglich der Reimform: Was hast du denn erwartet? Einen Goethe?
Und noch was: Du kannst doch Reclam nicht mit anderen Verlagen vergleichen. 
Samstag, 23. Februar 2008 16:42
Schon, aber das war mir dann doch zu wenig. Auch wenn die Zeichnungen toll sind, unterm Strich ist das Buch ne Enttäuschung