In eigener Sache: Blogs gehen, Blogs kommen

Sonntag, 12. Februar 2012 19:28

INTERMOVIESSION schließt seine Pforten. Ich möchte mich bei allen Lesern, Bloggern, Kommentatoren und Followern für ein harmonisches Miteinander bedanken, für die zahlreichen und großartigen Diskussionen. Aber keine Sorge, Energie bleibt erhalten: Während dieser Blog schließt, öffnet ein neuer: AMUSINGKIDS heißt er, ist ein Kulturblog über Film, Musik, Gesellschaft, Politik und Philosophie und ein Gemeinschaftsprojekt von drei Freunden und mir.

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Über zahlreiche Besuche, Follows, Kommentare und Likes würden wir uns freuen. Danke und noch einen schönen Sonntag.

Thema: Sonstiges | Kommentare (9)

Murnau: “Unsere Waffe ist der Film”

Mittwoch, 2. November 2011 19:03

“Unser Kampf ist es, Kunst zu machen. Unsere Waffe ist der Film.”

- F. W. Murnau

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Everything Is A Remix: THE MATRIX

Samstag, 22. Oktober 2011 12:52

Brillant geschnittene Collage über die popkulturellen Einflüsse der “Matrix”. Copy of a Copy of a Copy.

via Kozure Okami

Thema: Sonstiges | Kommentare (4)

Kaurismäki: PROLETARISCHE TRILOGIE

Montag, 17. Oktober 2011 17:02

Bild: “Ariel” (1988)

In den Filmen von Aki Kaurismäki wird wenig gesprochen. Fast alles, was uns der Finne zu erzählen hat, wird in eine außergewöhnlich schnörkellose Bildsprache übersetzt, die derart authentische und realistische Bilder eines heruntergekommenen Milieus entwirft, dass man ihr eine gewisse Anti-Ästhetik unterstellen kann. Vor allem in den Filmen seiner „Proletarischen Trilogie“, die tragische Einzelschicksale gesellschaftlicher Außenseiter der Arbeiterklasse thematisiert, entfaltet dieser bewusst verweigerte Stilwillen eine gewaltige Wirkung. Vor dem Hintergrund einer vorherrschenden Industrialisierung Finnlands und ganz besonders Helsinkis erzählt Kaurismäki in seinen Filmen „Schatten im Paradies“, „Ariel“ und „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“, die zwar inhaltlich nicht aufeinander aufbauen, allerdings derart thematisch und inszenatorisch verbrüdert sind, dass sie einen gemeinsamen Episodenfilm ergeben könnten, vom tristen Leben dreier Menschen aus der Arbeiterschicht, die das Pech für sich gepachtet haben: Der einsame Müllwagenfahrer Nikander, der sich in die arbeitslose Supermarktkassiererin Ilona verliebt, der ebenfalls arbeitslose Taisto, der nach Helsinki fährt, um ein neues Leben zu beginnen und die in einer dysfunktionalen Familie lebende Iris, die auf der Suche nach der wahren Liebe zur verzweifelten Mörderin wird, sie alle suchen einen Weg aus der gesellschaftlichen Verdammnis, sie alle sehnen sich nach einem neuen Leben, nach Liebe und Zuneigung. Die Welt, die Kaurismäki nach reellen, aber unbestimmten Vorbildern entworfen hat, ist ausnahmslos pessimistisch: Nur die Überschreitung und Brechung moralischer und gesetzlicher Grenzen, nur die sprichwörtliche Flucht aus einer industrialisierten, kommunikationslosen Hölle führt in ein „freies“, ein scheinbar glückliches Leben. Wenn Kaurismäki also von Armut spricht, von Unterschicht und Einsamkeit, dann verknüpft er auf metaphorische Weise diese Begriffe eng mit der fortschreitenden Industrialisierung der Wirtschaft: Die seelenlosen Maschinen, die von seinen Figuren bedient und kontrolliert, und die von Kaurismäki bewusst ins Bild gerückt werden, funktionieren, sie verrichten Automatismen, genauso wie Nikander, Taisto und Iris, die ebenfalls nur funktionieren statt zu leben. Eine besorgniserregende Assimilation. Die Hilflosigkeit und Verzweiflung dieser abtrünnigen Personen drückt sich zudem in ihrem nicht vorhandenen Willen zur Konversation aus: Worte sind hart, sie verletzen und beleidigen, sie schaffen Ärger. Aki Kaurismäki inszeniert all das auf eine derart lakonische, eine derart zynische, aber veritable Art, dass man über den schiefen Verlauf des Lebens allenfalls nur lachen kann. (9)

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Cronenberg und Pattinson drehen Film

Montag, 17. Oktober 2011 14:54

Nichts ahnend im Internet gesurft und plötzlich eine bizarre Entdeckung gemacht: David Cronenberg dreht einen Film mit “Twilight”-Liebling Robert Pattinson. Wahrscheinlich schon längst keine Neuigkeit mehr, aber mich hat’s eben von den Socken gehauen. Auch thematisch scheint “Cosmopolis”, so heißt der Film, kein typischer Cronenberg zu sein. Ich bin gespannt. Infos zum Film gibt es auf IMDb.

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Godard: “Wenn Sie mich verstanden haben…”

Dienstag, 11. Oktober 2011 16:13

“Wenn Sie mich verstanden haben, habe ich mich falsch ausgedrückt.”

- Jean-Luc Godard

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Review: MARTYRS (2008)

Dienstag, 20. September 2011 1:53

Seit Jahrzehnten und bevorzugt immer dann, wenn ein neuer Skandalfilm für mächtig Furore sorgt, wird innig und kontrovers über den Sinn von radikaler Gewaltdarstellung im Kino debattiert: Ist es legitim, Gewalt darzustellen? Wenn ja, inwiefern? Und welchem Zweck dient diese zumeist exzessive Ausstellung physischer und psychischer Grausamkeiten? Einer Meinung waren sich Feuilleton, Filmtheoretiker und Zuschauer diesbezüglich nie. Für den einen ist Film reine Unterhaltung: Film ist eben Film, ohne Reflexion, ohne Bezug zur Realität, ohne Verantwortungsbewusstsein. Für den anderen besitzt auch und vor allem dieses Medium seine Grenzen, und seien es nur pädagogische, ethische oder geschmackliche. Irgendwo dazwischen wird die Wahrheit schon liegen. [Den ganzen Beitrag lesen]

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Review: BURIED (2010)

Donnerstag, 15. September 2011 21:58

Minimalistischer als Rodrigo Cortés „Buried“, der eineinhalb Stunden ausnahmslos in einem verschlossenen Sarg spielt, in dessen beengtem Innern Ryan Reynolds als einziger körperlich sichtbarer Schauspieler um sein Leben kämpft, kann ein Film kaum sein. Es ist eine höchst experimentelle Filmidee, dessen einzige prinzipielle Herausforderung nur darin bestehen kann, den Zuschauer, der nicht mehr zu sehen bekommt als einen verzweifelten, in einer in der Erde vergrabenen Holzkiste gefangenen Mann, bei Laune zu halten. Und das funktioniert folgendermaßen: das unkonventionelle Konzept des Films trifft auf eine konventionelle Hollywooddramaturgie, die so oder so ähnlich in nahezu jedem Ein-mal-eins-Thriller aus der amerikanischen Traumfabrik Verwendung findet: Während die (pseudo-politischen respektive kriminellen) Story-Hintergründe sukzessive aufgearbeitet werden, werden ununterbrochen Suspense-Momente generiert: Reynolds, der einen Lastwagenfahrer verkörpert, dessen Aufgabe darin besteht, Hilfsgüter im Irak auszuliefern, wird von einem irakischen Aufständischen als Geisel genommen und in eine Holzkiste gesteckt und vergraben, in der er neben einem Sturmfeuerzeug auch ein multifunktionales Mobiltelefon findet, das den Kontakt zwischen ihm und seinem Entführer, der ein millionenfaches Lösegeld fordert, herstellt. Die anderen Anrufe, die er tätigt, gehen in die USA: Er versucht vergeblich Frau und Kind zu erreichen. Er versucht es bei seiner Firma, beim FBI und letztlich beim US-State Department, aber so wirklich will keiner begreifen, in was für einer brenzligen Situation er gerade steckt. Scheiße! Und weil die Luft langsam knapp wird, wie aus dem Nichts plötzlich eine tödliche Schlange aufkreuzt und der Sand nach und nach durch die Ritze der Holzkiste fließt (nebenbei eine großartige Metapher für das unaufhörliche Fortlaufen der Zeit und damit für die Vergänglichkeit seines Lebens) und somit die tödliche Gefahr besteht, zum zweiten Mal be- und vergraben zu werden, bleibt uns so etwas wie gähnende Langeweilge erspart. Es ist schon erstaunlich, wie ambitioniert Cortés zu Werke geht, indem er darauf bedacht ist, die Handlung nachvollziehbar und kurzweilig zu gestalten, wie brillant die Kamera, die selten, wirklich selten den eingeschlossenen Reynolds aus einer vorsichtigen Distanz vollständig ins Bild setzt, die Enge des Raumes umrahmt und den Zuschauer gleich mit in die Holzkiste einschließt. Die Idee aber bleibt eine Idee, deren gelungene Umsetzung mehr begeistert als deren inhaltliche Substanz. (5)

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Ausprobiert: LOVEFiLM.de

Donnerstag, 15. September 2011 13:14

Die Werbefalle hat zugeschlagen. Ich konnte einer 30-Tage-Testaktion der Onlinevideothek „Lovefilm.de“ (klingt das nicht wie der lächerliche Titel einer „Erwachsenenseite“?) nicht widerstehen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einer Video-on-Demand-Seite, auf der ich mir völlig legal Serien anschauen kann. Aber wie sich herausstellte, haben die deutschen Internet-Anbieter eine ausgesprochen dürftige Auswahl. Das kann man von LoveFilm nicht behaupten. Dort findet man neben den neuesten Verleih-Blockbustern auch ein breites Sortiment an Serien. So weit, so gut. Noch während der Registrierung eines Kundenkontos muss man sich allerdings schon dafür entscheiden, welches Abo man nach Ablauf der dreißig Testtage abschließen möchte (fair: eine Kündigung ist jederzeit möglich). Ich habe mich für das Standardpaket entschieden: 4,99 €/Monat, 2 DVDs/Monat. Nach der Anmeldung wird man aufgefordert, zehn Titel auf die eigene Leihliste zu setzen und diese dort nach Priorität (hoch-niedrig) zu ordnen. Auf meiner Liste befanden sich am Ende fast nur Serien, von denen ich alle bis auf „The Wire Staffel 1“ (hoch) mit niedrig bewertete, in der Hoffnung diese umgehend per Post zu erhalten. Doch falsch gedacht. Nicht nur, dass man nicht sofort den Verleihtitel erhält, den man ordert, sondern auch, dass den selektierten Prioritäten scheinbar keine Bedeutung zukommt, missfielen mir. „The Wire“ war also nicht drin. Stattdessen schickte man mir die erste Staffel von „Lost“. Zumindest: die Lieferung dauerte tatsächlich nur 24 Stunden. Ich war überrascht. Und die kleine Verärgerung hielt sich damit in Grenzen. Allerdings nur für eine kurze Zeit: Ich öffnete den Briefumschlag, in dessen Innern sich nur eine DVD befand: Disc 1 der 1. Staffel von „Lost“. What the F***? Ich konnte meinen Augen nicht trauen und fühlte mich schlagartig über den Tisch gezogen. Das nämlich würde bedeuten, dass man, nehmen wir die vollständige erste Staffel, ganze 7 Scheiben einzeln ausleihen muss, um die komplette Season genießen zu können. Nichts für ungut, aber was ist das für ein bescheidenes Verleihprinzip? Demnach sei konstatiert, dass LoveFilm nur bedingt zu empfehlen ist: Für Blockbuster respektive Filme ja, für Serien nein. Ich habe daraufhin die Disc postwendend zurückgeschickt und den Vertrag gekündigt.

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Kurzfilm: UTOPIA STIRBT…

Dienstag, 13. September 2011 11:17

… Oder: wie ich lernte, den Weltschmerz zu lieben (2011)

Mein neuer Kurzfilm ist online. Zieht’s euch rein.

Thema: Kurzfilme | Kommentare (9)